Fly Rocket Fly

Fly Rocket Fly (foto: eurovideo)

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Eine wahnwitzige Mischung aus Abenteuergeschichte und Politthriller, aus Lausbubenstreich und Wirtschaftskrimi: Die Doku “Fly Rocket Fly”, die Aufstieg und Fall des schwäbischen “Rocket Man” Lutz Kayser verhandelt, liegt nun fürs Heimkino vor.

Dies ist eine Geschichte wie aus dem Märchenbuch: Lutz Kayser, ein schwäbischer Ingenieur, träumt seit Kindertagen von den Sternen. Gemeinsam mit einer eingeschworenen Gruppe Tüftler gründet er 1975 die OTRAG (Orbital Transport und Raketen Aktiengesellschaft) – das weltweit erste private Raumfahrtunternehmen. Beraten von Wernher von Braun entwickelt Kaysers Start-Up eine Billigrakete, wobei er auf eine einfache Bauweise setzt und unter anderem einen VW-Scheibenwischermotor als Triebwerksregulierung verwendet.

Doch als die OTRAG Mitte der 1970er-Jahre erfolgreich mehrere Raketen von Zaire aus in den Himmel schießt, kommt es zur weltpolitischen Krise. Sowohl den Russen als auch den Amerikanern und Franzosen ist Kayser ein Dorn im Auge. Was als Abenteuer begonnen hat, verwandelt sich allmählich in einen Albtraum … 

Der Filmemacher Oliver Schwehm („Der Unerschrockene: Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner“) verwendete für diesen top recherchierten Dokumentarfilm ausschließlich originale Archiv-Aufnahmen und Zeitzeugen-Interviews. Schließlich traf Schwehm nach über drei Jahren Recherchearbeit am anderen Ende der Welt sogar auf den Mann, mit dem alles begann und der inzwischen als Elon Musk der 70er Jahre gilt: Lutz Kayser. Gerade noch rechtzeitig, denn Kayser verstarb 2017.

So entstand ein Film, mit dem Schwehm ein ebenso kurioses wie abenteuerliches Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte wieder aufleben lässt. Ein Kapitel, das fast schon in Vergessenheit geraten war.

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Fazit: Sehenswert.

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