Flatliners

Flatliners (foto: sony pictures entertainment)

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5 Sony Pictures Entertainment
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Nahtod, Schuld und Sühne waren die großen Themen, die “Flatliners” (1990) verhandelt hat. Ein intelligenter SciFi-Horror-Thriller, grandios besetzt, zeitlos in Fragestellung und Umsetzung, kurzum: Kult. 2017 hat der dänische Regisseur Niels Arden Oplev ein Remake vorgelegt, das jetzt fürs Heimkino vorliegt.

Wir erinnern uns: Im Original schickten die Produzenten Rick Bieber und Michael Douglas sowie Regisseur Joel Schumacher fünf Jungschauspieler ins Rennen, die allesamt am Anfang ihrer vielversprechenden Karrieren standen: Kiefer Sutherland, Julia Roberts, Kevin Bacon, Oliver Platt und William Baldwin spielten fünf Medizinstudenten, die dem Geheimnis des Todes auf den Grund gehen und herausfinden wollen, was es mit dem Jenseits denn nun wirklich auf sich hat. Die Frage, die es zu beantworten gilt: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Zu diesem Zweck startet das Jungmediziner-Quintett ein risikoreiches Experiment: Sie stoppen ihren Herzschlag für einen kurzen Moment, um eine Nahtoderfahrung zu erleben, und ins Jenseits blicken zu können. Der Rest der Mannschaft holt den Jenseits-Reisenden dann per Reanimation wieder ins Leben zurück. Nach ersten Erfolgen werden die Experimente immer gefährlicher. Und außerdem scheinen die Geister der Vergangenheit die jungen Mediziner plötzlich zu verfolgen. Die merken sehr bald, dass das Spiel mit dem Blick ins Jenseits Konsequenzen hat.

Keine Frage: Der Original-“Flatliners”-Film war vielleicht nicht perfekt, aber dennoch maximal sehenswert. Das Ding hatte ein fantastisches Ensemble (Julia Roberts, Kiefer Sutherland und Kevin Bacon in ihrer prime, damnit!), eine interessante Prämisse und eine packende Story, die dann auch noch gut und mit dem richtigen Sinn für Atmosphäre umgesetzt wurde. Und so stellt sich schon die Frage, was man (künstlerisch) mit einem Remake bezwecken will. Und wie man es schaffen möchte, einen besseren Film als das Original hinzubekommen. Einen besseren Look? Kann man drüber streiten. Atmosphärisch und ästhetisch ist “Flatliners” (1990) natürlich ein Kind seiner Zeit, das Remake wirkt aber etwas zu sehr auf Hochglanz poliert. Ein besseres Ensemble? Hat man auch nicht gefunden. Ellen Page, Nina Dobrev, Diego Luna, James Norton und Kiersey Clemons sind zwar keine Schlechten, reichen in Sachen Charisma und Ausstrahlung aber nicht an die Vorbilder heran. Der Kniff, diesmal mehr Frauen in die Gruppe zu packen, ist zwar ein netter, rechtfertigt jetzt aber noch kein Remake. Eine schlechte Entscheidung der Remake-Macher war hingehen, in die Story ein übernatürliches Element einzuführen. Das macht die Sache tatsächlich ärgerlich, wirkt es doch so, als hätten sie den viel subtileren Originalfilm und die Fragestellungen, die dieser aufwarf, gar nicht verstanden. Verwunderlich, ist mit Michael Douglas doch sogar ein Original-Produzent mit an Bord. Auch vor der Kamera findet sich ein Mitglied der 1990er-Crew: Kiefer Sutherland hat als Medizin-Professor einen Gastauftritt. Er spielt zwar einen völlig anderen Charakter als im Original, doch man teast zumindest die Idee, dass er eine Ahnung davon haben könnte, was die jungen Mediziner da im Schilde führen. Immerhin ein netter, versöhnlicher Gag.

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Fazit: Überflüssig.

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