Die Abenteuer von Brigsby Bär

Brigsby Bear (foto: sony pictures entertainment)

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9 Sony Pictures Entertainment
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Geht wirklich unter die Haut: “Die Abenteuer von Brigsby Bear” ist eine außergewöhnliche Tragikkomödie über Freundschaft, Akzeptanz und den Einfluss von Fantasie und Popkultur. Der Streifen liegt nun fürs Heimino vor.

Die Welt von James (Kyle Mooney) ist ziemlich klein. Der junge Mann kennt eigentlich nur jenen Bunker, in dem ihn Ted (Mark Hamill) und April (Jane Adams) großgezogen haben. Die beiden haben James vor Jahren als Kleinkind gekidnappt, ihn unterrichtet und in dem Glauben gelassen, die Außenwelt sei verseucht und unbewohnbar. Doch als die Polizei den Bunker stürmt, bleibt James gar nichts anderes übrig als in die Welt hinauszugehen. Er kommt zurück zu seinen leiblichen Eltern und versucht, sich in den „normalen“ Alltag zu integrieren – was ihm natürlich ziemlich schwer fällt. Zumal er erfährt, dass die Kinderserie “Brigsby Bär”, mit der er jahrelang unterhalten wurde und die ihm alles bedeutet, gar nicht wirklich existiert, sondern von seinem Kidnapper Ted gedreht wurde. Der sitzt nun natürlich im Knast und kann keine neuen Folgen mehr produzieren. Und so will James die Geschichte von “Brigsby Bär” selbst zu Ende erzählen. Dabei hilft ihm der angehende CGI-Künstler Spencer (Jorge Lendeborg Jr.) …

“Die Abenteuer von Brigsby Bear” ist ein Gemeinschaftsprojekt des Regisseurs Dave McCary und der beiden Writer Kevin Costello und Kyle Mooney (“SNL”), der hier auch die Hauptrolle spielt. Das Trio kennt sich bereits seit Schultagen und ging mit der Idee zu dieser Geschichte schon länger schwanger. Schön, dass sie sie nun filmisch umgesetzt haben. Die melancholische Story über einen jungen Mann, dessen einzige Rettung die Fantasie war (und ist), ist gleichermaßen schräg wie packend, die Prämisse überraschend und der Plot oft auch. Kyle Mooney ist in seiner Rolle als James grandios, er spielt den Helden sehr leise, sehr subtil – durchaus möglich, dass wir hier einen Star in the making erleben. Mooney sticht aus der insgesamt gut aufgelegten Crew, zu der neben “Star Wars-“Star Mark Hamill auch Claire Danes und Greg Kinnear gehören, heraus.

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Fazit: Absolute Kaufempfehlung.

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