Der Wein und der Wind

Der Wein und der Wind (foto: studiocanal)

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8 Studiocanal
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Gefühlvolles französisches Erzählkino: In “Der Wein und der Wind” beschäftigt sich Regisseur Cédric Klapisch mit der Beziehung dreier ungleicher Geschwister. Der ebenso charmante wie niveauvolle Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.

Die Sonne im Burgund steht tief, der Spätsommer ist eingekehrt und die Weinreben stehen kurz vor der Ernte. Da sein Vater im Sterben liegt, kehrt der rastlose Weltenbummler Jean (Pio Marmaï) nach vielen Jahren aus Australien auf das Gut seiner Familie zurück, um seine Geschwistern Juliette (Ana Girardot) und Jérémie (François Civil) bei der Weinernte zu unterstützen. Dabei nähern sie sich nach vielen Jahren der Trennung wieder einander an und müssen gemeinsam entscheiden, ob sie die Familientradition retten wollen oder ob es an der Zeit ist, dass jeder seinen eigenen Weg geht …

Cédric Klapisch hat mit “Der Wein und der Wind” ein wunderbares, sich langsam entfaltendes Drama entwickelt, dass die Kitsch-Falle zwar hier und da streift (gerade in den vielen Flashback-Momenten), aber nicht vollends in sie hineintappt. Dazu ist die Story auch einfach zu realistisch und clever inszeniert. Zwar steht hier ganz klar das Zwischenmenschliche im Fokus, auf allzu viel Herzschmerz wird hier aber trotz der dazu einladenden Prämisse verzichtet. Auch die Schauspieler machen einen guten Job. Sie schaffen es, dass man sich recht schnell mit den Figuren identifiziert, die von Klapisch so warm und meisterhaft vorgezeichnet wurden. Und wer schon immer mehr über die Produktion von Wein wissen wollte, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten.

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Fazit: Sehenswert.

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