Der Name der Rose

Der Name der Rose (foto: concorde home entertainment)

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Aufwendige Verfilmung des Bestsellers von Umberto Eco als Serie: “Der Name der Rose” liegt nun fürs Heimkino vor.

Italien im Jahr 1327: Das Mittelalter neigt sich dem Ende zu und ein neues, aufgeklärtes Weltbild bricht sich langsam Bahn. Die alte Welt und ihre Vertreter sehen ihren Einfluss schwinden und reagieren mit fundamentalistischer Härte.

Vor dem Hintergrund des eskalierenden Machtkampfes zwischen Franziskanerorden und Vatikan begibt sich der englische Franziskanermönch William von Baskerville (John Turturro) mit dem jungen Novizen Adson von Melk (Damian Hardung) zu einem abgelegenen Kloster in den Alpen. Baskerville soll die Vermittlerrolle bei einem geheimen Konzil der gegnerischen Fraktionen einnehmen.

Kaum eingetroffen, werden die Neuankömmlinge Zeugen einer Reihe mysteriöser Morde. Mit detektivischem Spürsinn macht sich der Ordensbruder an die Aufklärung. Allein, er ist auch Gejagter: Bernardo Gui (Rupert Everett), seines Zeichens skrupel- und gnadenloser Inquisitor, verfolgt die Kritiker des Papstes und hat Baskerville im Visier.

Keine Frage: Umberto Ecos Romandebüt aus dem Jahre 1980 ist ein moderner Klassiker. Diese Mischung aus Historienkrimi, Epochenporträt und philosophischem Essay war und ist ein verdienter Weltbestseller. Auch der Kinofilm mit Sean Connery, der sechs Jahre über die große Leinwand flimmerte, war seinerzeit ein großer Erfolg, auch wenn Kritiker natürlich die diversen Abweichungen von der Romanvorlage kritisierten.

Auch die Serie ist der Vorlage nicht ganz treu

Nun wagt man sich mit dieser deutsch-italienischen Koproduktion nun also an eine Verfilmung als Serie. Kosten und Mühen hat man dabei nicht gescheut, von der Optik und Ausstattung macht “Der Name der Rose” schon was her. Hier und da entfernt man sich von der Buchvorlage, aber das ist hier entschuldbar. Wer auf größtmögliche historische Authentizität und Loyalität zur Buchvorlage steht, dem wird hier die neue feministische Perspektive missfallen. Der Rest, zu dem der Autor dieser Zeilen gehört, sieht es als überfällige Modernisierung der Vorlage in einer Adaption an, die ja für sich stehen darf.

Quält man sich durch die ersten ein, zwei Episoden, eröffnen die insgesamt acht Folgen einen unterhaltsamen Blick in eine Welt, die geprägt ist von Glaubensfehden und Machtkämpfen, verborgenen und sündhaften Leidenschaften, unbedingtem Anspruch auf Wahrheit und Führung sowie krimineller Energie.

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Fazit: Geht so klar.

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