Der junge Inspektor Morse – Staffel 4

Inspektor Morse - Staffel 4 (foto: edel)

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Neues aus Oxford: “Der junge Inspektor Morse”, ein Ableger der einstmals überaus erfolgreichen britischen Krimi-Reihe “Inspektor Morse” geht in die vierte Runde. Die Staffel  liegt nun fürs Heimkino vor.

Man könnte fast meinen, die Macher der Prequel-Serie hätten sich für Staffel vier noch mehr ins Zeug gelegt als ohnehin schon. Warum auch nicht? Immerhin hatte man ein großes Jubiläum zu feiern. Das Original, “Inspector Morse”, hatte 2017 nämlich seinen 30. Geburtstag gefeiert. Morse-Drehbuchautor Russell Lewis hatte sich natürlich nicht lumpen lassen und im Prequel allerlei mehr oder weniger versteckte Querverweise und Cameos eingebaut. So war beispielsweise Abigail Thaw wieder mit am Start, Tochter des Original-Morse-Darstellers John Thaw. Und auch Thaws Witwe Sheila Hancock ist zu sehen, sie spielt Wahrsagerin Dowsable Chattox. Den renommierten Professor George Amory spielt in der ersten Folge der Neuseeländer James Laurenson, der auch in der ersten Episode vor drei Jahrzehnten mitwirkte. Kann man mal so machen.

Ansonsten dreht sich natürlich alles um Shaun Evans, der auch in Staffel vier wieder in die Rolle des idealistischen Detective Constable Morse schlüpft. Der 38-Jährige hat der Rolle längst seinen eigenen Stempel aufgedrückt und steht nicht mehr im langen Schatten des großen John Thaw, der 2002 verstarb. Auch in der neuen Season, die im Jahr 1967 angesiedelt ist, hat Morse es mit ebenso kniffligen wie spannenden Mordfällen zu tun. So gilt es diesmal, einen schachfanatischen Killer aufzuspüren; in einem Konflikt zwischen einer bekannten Popgruppe und einer christlichen Fundamentalistin durchzusteigen und das Rätsel um ein vermeintlich verfluchtes Krankenhausbett sowie einen perfiden Terroranschlag auf ein nahe gelegenes Kernkraftwerk zu lösen. Zu allem Überfluss läuft Morses Prüfung zum Sergeant nicht wie geplant. Probleme, Probleme. 

Keine Frage: Staffel vier macht wieder Spaß. Die Fälle sind spannend und clever geschrieben, die Darsteller machen ihre Sache gut und das hübsche Oxford bietet wieder eine kontrastierende Kulisse zu den ganzen Bluttaten. Liebhaber der britischen Krimi-Kunst kommen hier wieder auf ihre Kosten.

Schade: Morse-Schöpfer Colin Dexter fehlt in dieser Season. Sein schlechter Gesundheitszustand ließ es bei den Dreharbeiten znicht mehr zu (er verstarb im März 2017), persönlich mitzuwirken. Dennoch ist Dexter in jeder Folge zu sehen: mal in einem Zeitungsausschnitt, als Büste oder in einem Bild an der Wand – eine Verneigung von Russell Lewis vor dem Morse-Erfinder.

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Fazit: Sehenswert.

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