Call Me By Your Name

Call Me By Your Name (foto: sony pictures entertainment)

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8 Sony Pictures Entertainment
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Das romantische Coming-of-Age-Drama “Call Me By Your Name” war in diesem Jahr überraschend für vier Oscars nominiert. Einen konnte der Streifen (für das “Beste adaptierte Drehbuch”) am Ende sogar einsacken. Nun liegt der auf dem erfolgreichen Roman von André Aciman basierende, intensive Streifen auch fürs Heimkino vor. 

Italien, im Sommer 1983: Der frühreife 17-jährige Elio Perlman (Timothée Chalamet) verbringt die Sommerferien in der norditalienischen Familien-Villa aus dem 17. Jahrhundert. Seine Zeit vertreibt sich der Gute damit, klassische Musik zu hören und mit seiner Freundin Marzia (Esther Garrel) zu flirten. Zu seinen Eltern hat Elio einen guten Draht: Sein Vater (Michael Stuhlbarg) ist ein renommierter Professor, der sich vor allem mit griechisch-römischer Kultur beschäftigt. Elios Mutter Annella (Amira Casar) arbeitet als Übersetzerin. Eines Tages taucht der 24-jährige amerikanische Doktorand Oliver (Armie Hammer) als neuer Sommer-Praktikant von Elios Vater in der Villa auf. Inmitten jener prächtigen, sonnengetränkten Kulisse entdecken Elio und Oliver, dass sie ein starkes Verlangen füreinander spüren.

André Acimans Roman “Ruf mich bei deinem Namen” erschien 2007 und wurde ob seiner Lebendigkeit damals von der Kritik gefeiert. Schon bevor das Ding damals offiziell veröffentlicht wurde, waren die Filmrechte bereits verkauft. Dennoch hat es knapp ein Jahrzehnt gedauert, ehe es der Streifen auf die Leinwände schaffte. Am Ende haben Drehbuchautor James Ivory und Regisseur Luca Guadagnino  einen Film auf die Leinwand gebracht, der doch in wesentlichen Elementen von der Buchvorlage abweicht. Setting, Zeitpunkt der Handlung, erzählte Zeitspanne, Erzählperspektive – die Filmemacher haben sich – zum Teil sehr zum Missfallen von André Aciman – so ihre Freiheiten genommen. Die meisten dieser rebellischen Entscheidungen tun dem Film aber gut, das muss man zugeben. Der Streifen überzeugt durch eine hervorragend agierende Besetzung, eine gute Story, eine gewisse, euphorische Sinnlichkeit, den nötigen Schuss Melancholie und eine fantastische Kameraarbeit. Auch der Soundtrack, bei dem Sufjan Stevens seine Finger im Spiel hatte, überzeugt.

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Fazit: Sehenswert.

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