Blake Mills – Look

Blake Mills - Look (foto: new deal records / caroline international)

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7 Caroline International / New Deal Records
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Eine Platte, die eigentlich nicht dafür gemacht wurde, um gehört zu werden: So umschreibt der Kalifornier Blake Mills seine neue Platte “Look”. Und dennoch: Sie sollte unbedingt gehört werden.

Eigentlich kennt man Blake Mills ja vor allem als Produzent. Der 32-Jährige aus Santa Monica hat schon mit einer ganzen Reihe namhafter Künstler zusammengearbeitet, darunter Größen wie Laura Marling, Fiona Apple und John Legend. Oder auch mit den Alabama Shakes, für deren Debüt er als “Produzent des Jahres” sogar eine Grammy-Nominierung einheimste. Auch als Tour-Gitarrist und Session-Musiker ist Blake Mills schwer unterwegs. Hier arbeitete er etwa Norah Jones, Lana Del Rey oder Conor Oberst zu. Zwei Soloalben hat der Gute überdies bislang veröffentlicht. Seine Single “Don’t Tell Our Friends About Me” hat sich dabei zu einem kleinen Singer-Songwriter-Hit mit zweistelligen Millionen-Klicks bei Spotify entwickelt.

Nun zeigt sich Mills mit seinem neuen Album “Look” mal von einer anderen, eher experimentellen Seite. “Die Musik auf dieser Platte wurde nicht mit der Intention geschaffen, gehört zu werden”, sagt Mills. Vielmehr sei das Ding aus Sektlaune heraus entstanden: “Im Frühling 2017 habe ich mir eine kleine Sammlung an Vintage Gitarren-Synthesizern angeschafft, die Roland gegen Ende der Siebziger Jahre produziert hat. Ich kannte mich mit diesen Gerätschaften überhaupt nicht aus, aber sie haben mich sofort inspiriert, es war alles extrem intuitiv. Sie erzeugen auch nur selten das gleiche Resultat zweimal. Ich eignete mir das Wissen sozusagen beim Aufnehmen an. ‘The Look’ dokumentiert das.”

Keine Frage: Experiment geglückt. “Look” ist eine Platte, in der man sich verlieren kann. Die zum Träumen einlädt. Eine LP wie ein Trip. Und die darauf hoffen lässt, dass Mills in Zukunft vielleicht auch mehr das Thema Soundtrack in Angriff nimmt.

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Fazit: Ein Album, das man am besten mit geschlossenen Augen genießt.

Anspieltipps: – Gesamtkunstwerk

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