Bastille Day

Bastille Day (foto: studiocanal)

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Mit Verspätung ist der im Herbst 2014 gedrehte Streifen “Bastille Day” Mitte  2016 in die Kinos gekommen. Die realen Terroranschläge in Paris grätschten ihm dazwischen. Jetzt ist der Film auf DVD und Blu-Ray erschienen. 

Die naive Aktivistin Zoe (Charlotte Le Bon) wird von ihrem Freund dazu überredet, eine Bombe in einem Büro einer faschistischen Partei zu deponieren. Niemand, so verspricht er ihr, soll dabei zu Schaden kommen. Man wolle nur ein Zeichen gegen die Faschisten setzen. Im letzten Moment bekommt Zoe aber kalte Füße – sie zögert und wird Opfer des Taschendiebs Michael Mason (Richard Madden). Der lässt die Tasche einfach zurück, nachdem er in ihr nichts Wertvolles entdecken kann, die sich darin befindliche Bombe geht hoch und tötet vier Menschen. Natürlich gerät der Kleinkriminelle ins Visier der französischen Justiz – und der CIA. Schließlich ist Michael Amerikaner. Der CIA-Agent Sean Briar (Idris Elba) wird auf ihn angesetzt, um ihn in die USA zu überführen. Aber Mason ist nicht nur unschuldig, sondern auch der Einzige, der die Spur zu den Attentätern zurückverfolgen kann. Gemeinsam decken Briar und Mason eine Verschwörung auf, deren Netz bis in die obersten Reihen des französischen Staatsapparates reicht. Ihnen bleiben lediglich 24 Stunden Zeit, um den nächsten Anschlag zu verhindern …

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Manchmal holt die Realität die Fiktion ein. Im Falle von “Bastille Day” war das so. Eigentlich sollte der 2014 gedrehte Action-Reißer schon 2015 in den Kinos laufen, dann allerdings geschah der furchtbare Anschlag beim Konzert der Eagles Of Death Metal in Paris – und man hielt den Film zurück. Als er dann im Sommer 2016 endlich in den Kinos lief, gab es den Anschlag von Nizza, woraufhin man erst aufhörte, den Film zu bewerben und ihn schließlich endgültig aus dem Verkehr zog. Schlechtes Timing eben. Ein Film, der sich mit Terroranschlägen in Frankreich befasst, war dem französischen Publikum zu jenem Zeitpunkt einfach noch nicht zuzumuten.

Schaut man sich den Film nun im Heimkino an, hat man das alles irgendwo im Hinterkopf. Die realen Vorkommnisse verleihen ihm eine realistische Komponente. Dabei ist die ganze Story in Wirklichkeit eigentlich recht krude, überladen und konfus. Der wenig innovative Streifen lebt aber natürlich weniger vom Drehbuch als vielmehr von gut choreografierter Action und der Chemie zwischen Idris Elba, den manche schon als Bond der Zukunft sehen, und dem charmant-witzigen Richard Madden.

Fazit: Seichte Unterhaltung.

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