Astrid

Astrid (foto: dcm)

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Hommage an eine der wichtigsten Autorinnen Skandinaviens: Mit dem Biopic “Astrid” verneigt sich Regisseurin Pernille Fischer Christensen vor Astrid Lindgren. Ihre Film gewordene Liebeserklärung liegt nun fürs Heimkino vor.

Bereits in jungen Jahren widerfährt Astrid Lindgren (Alba August) etwas, das sich für sie Schicksalsschlag und Wunder zugleich sein wird. Etwas, das ihr Leben für immer verändern wird: Mit der tiefen Sehnsucht ein Leben voller Selbstbestimmung zu führen, beginnt die junge Astrid ein Praktikum in einer Tageszeitung. Prompt kommen sich sie und der sehr viel älteren Herausgeber Blomberg (Henrik Rafaelsen) näher. Als sie kurz darauf ungewollt von ihm schwanger wird, begibt sie sich nach Kopenhagen zu ihrer Freundin Marie (Trine Dyrholm), um ihren Sohn Lasse dort zur Welt zu bringen.

Es beginnt eine Zeit die der jungen Astrid und ihrem Sohn eine Menge abverlangt. Eine Zeit, die sie aber auch zu einer der inspirierendsten Frauen unserer Zeit und einer angesehenen Geschichtenerzählerinnen machte. Dies ist die Geschichte, wie eine junge Astrid, entgegen aller Erwartungen und ihrer religiösen Erziehung, beschloss, sich von den Normen unserer Gesellschaft zu lösen und ihrem Herzen zu folgen.

Kritik von der Familie

Nein, die Familie von Astrid Lindgren war offenbar nicht von der Tatsache begeistert, dass sich dieses Biopic an den frühen Jahren der Schriftstellerin abarbeitet. Jenen Jahren, die eben von der Beziehung zu Reinhold Blomberg geprägt waren. Karin Nyman etwa, Lindgrens Tochter, hätte sich gewünscht, dass sich Regisseurin Christensen mehr um die Relevanz ihrer Mutter kümmert als um ihr Privatleben. Kritik, die sie auch im schwedischen Magazin “Vi” los wurde.

Eine Haltung, die aus Sicht der Familie nachvollziehbar sein mag. Mit etwas Distanz zu den handelnden Personen muss man aber sagen, dass dieser Film durchaus respektvoll mit Lindgren umgeht. Die Anekdote verleiht Lindgren eine neue Facette, eine Mehrdimensionalität. Es lässt die große Autorin noch progressiver erscheinen. Der Streifen berührt, mit Alba August in der Hauptrolle hat man auch die perfekte Besetzung gefunden. Herausragend auch: die Filmmusik von Nicklas Schmidt.

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Fazit: Sehenswert.

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