Asphalt Cowboy (foto: studiocanal)

Asphalt Cowboy

Gute Nachrichten aus dem Hause Studiocanal: John Schlesingers Filmklassiker „Asphalt Cowboy“ erscheint nach digitaler 4K-Restaurierung mit umfangreichem Bonusmaterial.

Der attraktive, junge Tellerwäscher Joe Buck (Jon Voight) kommt aus seiner texanischen Kleinstadt in Cowboy-Kluft mit dem Greyhound-Bus nach New York. Dort will er als „Asphalt-Cowboy“, also als Gigolo, seine Potenz zu Geld machen. Das läuft aber nicht so gut wie erwartet. Eines Tages trifft Joe auf den kleinen Gauner Ratso (Dustin Hoffman). Der Ganove versucht trotz seiner Lungenkrankheit, sich im Großstadt-Dschungel durchzuboxen. Sein größter Wunsch: raus aus der Stadt, hinein in ein neues Leben! Nach anfänglichem Konflikt freunden sich die beiden amerikanischen Antihelden schließlich miteinander an. Sie hoffen, gemeinsam ihre Träume zu verwirklichen.

Nie zuvor holte ein X-Rated-Movie einen Oscar

Keine Frage: „Asphalt Cowboy“ ist einer der unwahrscheinlichsten Oscar-Preisträger aller Zeiten. Das ohne Tabus inszenierte Drama, das nach der Vorlage von James Leo Herlihys Roman „Midnight Cowboy“ gedreht wurde, war damals X-rated. Wie ein Porno. Dennoch wurde der Streifen seinerzeit von der Academy zu Recht zum Besten Film gekürt. Ein Kunststück, das keinem anderen Rated-X-Movie mehr gelingen sollte.

John Schlesingers Inszenierung überzeugt durch ihre schonungslose Härte – auch in ihrer unverhohlenen Kritik am amerikanischen Traum und der amerikanischen, unsolidarischen Friss-oder-Stirb-Mentalität. Der Film wirf einen offenen, ehrlichen Blick auf den Teil der Gesellschaft, der damals so gerne als Abschaum tituliert wurde Dass es von Schlesinger überaus couragiert war, das Thema Homosexualität in dieser Form aufzugreifen, zeigen die Reaktionen von Kollegen wie John Wayne. Der gab damals im „Playboy“ zu Protokoll, den Film pervers zu finden. Umso wichtiger erscheint es daher heute, dass das Drama gedreht wurde. Ein legendärer Film-Moment: die Szene, in der Dustin Hoffmans Figur fast von einem Taxi angefahren wird. Sein angepisstes „I’m walkin here!“ ist eines der berühmtesten Filmzitate aller Zeiten. Keine Frage: Er und Voight liefern hier legendäre Performances ab.

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Fazit: Ein echter Klassiker.

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