Amy Winehouse – Back To Black: The Real Story Behind The Modern Classic

Amy Winehouse - Back To Black (foto: eagle vision)

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Die neue Doku „Amy Winehouse – Back To Black“ beschäftigt sich mit der Geschichte hinter dem legendären zweiten Studioalbum der viel zu früh verstorbenen Sängerin. Die Story liegt jetzt in mehreren Formaten fürs Heimkino vor. Sie umfasst neben allerlei Hintergrundinfos auch  den Mitschnitt eines bisher unveröffentlichten Privatkonzerts.

Es war das Album, das Amy Winehouse unsterblich machen sollte. Und leider auch ihr letztes. “Back To Black” schlug 2006 ein wie eine Bombe. Bis heute wurde das Ding weltweit rund 20 Millionen Mal verkauft. Im Vereinigten Königreich gilt es sogar als das zweiterfolgreichste Album des 21. Jahrhunderts. Und in Deutschland? Da holte sich das Ding gleich sechs Mal Platin ab. Winehouse gewann für die Platte obendrein gleich fünf Grammy-Awards. Sie war ein Meilenstein des Pop. Eines der wichtigsten Alben der Nuller Jahre. Winehouse ebnete damit einer neuen Generation von Singer-Songwriterinnen den Weg, unter ihnen Lily Allen, Adele und Lady Gaga, Florence Welch von Florence + the Machine, Duffy oder Estelle

Die Geschichte dieses modernen Klassikers beleuchtet nun der neue Dokumentarfilm „Amy Winehouse – Back To Black“.  Dazu greift er auf allerlei bis dato unveröffentlichte Aufnahmen von der „Beehive“-Ikone zurück und lässt Weggefährten zu Wort kommen: von Gastmusikern bis hin zu ihren Produzenten Mark Ronson und Salaam Remi. Und auch die Sängerin und Songschreiberin höchstpersönlich. Sie proklamiert gleich zu Beginn des Films: „Ich habe ein Album geschrieben, auf das ich echt stolz bin. Es handelt von Problemen, die ich inzwischen überwunden habe. Und damit ist eigentlich schon alles gesagt.“ Im Film zu hören sind neben allen großen Hitauskopplungen des Albums – „Rehab“, „You Know I’m No Good“, „Tears Dry On Their Own“, „Love Is A Losing Game“ oder auch der Titelsong – auch Klassiker wie „Me & Mr Jones“ oder „Some Unholy War“.

Erfrischend: Der Film versucht, die großen Skandale um die 2011 verstorbene Künstlerin weitgehend auszublenden. Er ist nicht sensationalistisch oder reißerisch. Es geht nicht um ihre toxische Beziehung zu Blake Fielder-Civil, um Drogen und Alkohol oder Amys Dämonen. Nein, der Film fokussiert sich vielmehr auf die Musik und die harte Arbeit, die hinter dem Meisterwerk “Back To Black” steckte. Track für Track wird hier kenntnisreich beleuchtet. Von jenen, die es wissen müssen. „Sie hat sich im Studio nie auf irgendwelche Kompromisse eingelassen, wovon die Musik natürlich ungemein profitiert hat“, sagte ihr Produzent Mark Ronson kurz nach ihrem Tod.  „Was ‘Back To Black’ angeht, macht es mich besonders stolz, dass wir da etwas geschaffen haben, das sie selbst immer wieder hören wollte. Eine Platte, die in ihrer CD-Sammlung sehr gut zwischen The Shangri-Las und ihren Nas-Alben stehen konnte.“

Neben dem Hauptfilm umfasst die Veröffentlichung auch einen erst kürzlich aufgetauchten Mitschnitt von einem intimen Privatkonzert vom Februar 2008: „An Intimate Evening in London“. Es handelt sich hierbei um Aufnahmen von einer Show im kleinen Kreis, die Amy in den Riverside Studios in West-London geboten hat. Das Material war kürzlich erst im Archiv entdeckt worden. Vor Freunden, Familienmitgliedern und Label-Vertretern spielt Amy – an jenem Abend, an dem sie die fünf Grammy-Awards für „Back To Black“ (und die Single „Rehab“) gewonnen hatte – mehrere Hits und auch ein paar Cover-Songs. Winehouse kommt in dieser Nacht geradezu ausgelassen und humorvoll rüber. Glücklich.  Zumindest für diesen Moment.

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Fazit: Sehenswert.

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