40 Tage in der Wüste

40 Tage in der Wüste (foto: tiberius film)

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6 Tiberius Film
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Vom Junkie zum Jesus: Soll keiner sagen, Ewan McGregor sei in seiner Rollenwahl nicht vielfältig. Klar ist: Er kann beides. “40 Tage in der Wüste” sollte das beweisen. Der Film liegt nun auf DVD und Blu-Ray vor.

Jesus (Ewan McGregor) sucht in der Wüste nach Stille und Erleuchtung. In der Ödnis trifft er auch auf den Teufel (Ewan McGregor, in einer Doppelrolle), der bei dem heiligen Mann Zweifel säen will. In den letzten Tagen seiner langen Wanderung trifft Jesus schließlich auf eine kleine Familie. Sorgen und Ratlosigkeit bestimmen den Alltag dieser Menschen. Jesus bleibt bei ihnen und wird für sie zu einem geduldigen Zuhörer und Vermittler. Aber der Teufel lässt nicht von Jesus ab und stellt ihn auf eine schwere Bewährungsprobe. Während die Familie um das eigene Überleben ringt und es zwischen Vater und Sohn zu einem Streit kommt, geschieht etwas, was den Weg dieser Menschen auf einen Schlag verändert.

Spielfilme, die sich mit der Bibel beschäftigen, gibt es wie Sand am Meer. Seltsamerweise wurde die Episode, die in “40 Tage durch die Wüste” erzählt wird, dabei bisher weitgehend ignoriert. Regisseur und Drehbuchautor Rodrigo García, seines Zeichens der Sohnemann des Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez, hat sich nun an diese Story aus dem Leben Jesu herangewagt. Die Parabel auf den ewigen Vater-Sohn-Konflikt und die Selbstverwirklichung funktioniert auf der großen Leinwand trotz des eher gemächlichen Erzählstils, was vor allem an Hauptdarsteller Ewan McGregor liegt, der den Streifen, der dann und wann auf biblische Genauigkeit pfeift, komplett auf seinen Schultern trägt.

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Fazit: Sehenswert.

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