Valerian: Die Stadt der tausend Planeten

Valerian (foto: universum)

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Luc Bessons ambitionierte Comicverfilmung „Valerian: Die Stadt der tausend Planeten“ kann vor allem durch die bildgewaltige, ästhetische Inszenierung punkten. Der Streifen liegt nun auf DVD und Blu-Ray vor.

Wir befinden uns im 28. Jahrhundert. Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) kümmern sich als Spezialagenten der Regierung um Ordnung im Universum. Frauenheld Valerian würde aus der professionellen Beziehung gern auch eine persönliche machen, beißt aber bei seiner Partnerin auf Granit. Auf Befehl ihres Kommandanten Arun Filitt (Clive Owen) begeben sich Valerian und Laureline auf eine Sondermission in die atemberaubende, intergalaktische Stadt Alpha: einer Mega-Metropole, die Tausende verschiedener Spezies aus den entlegensten Winkeln des Universums beheimatet. Die 17 Millionen Einwohner haben sich über die Zeiten einander angenähert und ihre Talente, Technologien und Ressourcen zum Vorteil aller vereint. Ein wahr gewordenes Utopia. Zumindest oberflächlich. Denn nicht jeder in der Stadt der Tausend Planeten verfolgt die gleichen Ziele – im Verborgenen wächst eine dunkle Macht heran, die nicht nur Alpha, sondern die gesamte Galaxie in Gefahr bringt …

Das erste französische „Valerian“-Comics erschien 1967 im „Pilote“-Magazin und inspirierten mit ihrer Idee von Zeit und (Welt-)Raum spätere Sci-Fi-Meisterwerke wie „Star Wars“ und „Das fünfte Element“. Dennoch dauerte es lange, ehe „Valerian“ als Bewegtbild daherkam. Obwohl schon seit den siebziger Jahren geplant, flimmerte die erste Animationsserie erst in den nuller Jahren über die Mattscheiben. Und auf der Kinoleinwand feierte „Valerian“ erst dank Luc Besson 2017 sein Debüt. Zumindest was das visuell-ästhetische Erlebnis angeht, hat sich das Warten gelohnt. Die Art und Weise, wie Besson die Comic-Welt zum Leben erweckt, all die wunderbaren Effekte, das hat schon was. Sollte man nach Möglichkeit in 3D sehen. Auch die Gastauftritte – Rihanna, Herbie Hancock, Ethan Hawke – machen Laune. Schade, dass Storytelling und Charakterzeichnung der Protagonisten da nicht mithalten können. Auch die Performance der Hauptdarsteller Delevingne und DeHaan ist recht bieder, die beiden haben leider überhaupt keine Chemie.

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Fazit: Mehr etwas fürs Auge, weniger fürs Hirn.

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