Tru Calling – Die komplette Serie

Tru Calling (foto: capelight)

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7 Capelight

7

Der eine oder andere Fan nimmt es Fox heute immer noch übel: Nur (knapp) zwei Staffeln waren der fabelhaften US-Mystery/Drama-Serie „Tru Calling“ vergönnt. 2005 stampfte der Entertainment-Riese die Reihe dann einfach ein. Immerhin: Alle 26 Episoden liegen nun fürs Heimkino vor.

„Tru Calling“ erzählte die Geschichte der Medizinstudentin Tru Davies (Eliza Dushku), die sich nebenher als Helferin in einer Leichenhalle verdingt, um sich ihr Studium zu finanzieren. Tru ist eine besondere Frau: Sie hat eine Gabe, die es ihr ermöglicht, unschuldige Menschen vor dem Tod zu bewahren, indem sie durch die Zeit reist und den schicksalhaften Tag deren Todes noch einmal erlebt. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Boss Davis (Zach Galifianakis aus der „Hangover“-Trilogie) und ihrem Bruder Harrison (Shawn Reaves). Dieser Support kommt nicht ungelegen, macht ihr doch Jack Harper (Jason Priestley aus „Beverly Hills 90210“) das Leben schwer. Er verfügt über dieselbe Gabe wie Tru, setzt sie jedoch nicht zum Guten ein. Er glaubt, Tru störe das Schicksal. Unterstützt wird er dabei von Trus Vater, der offenbar früher – ähnlich Jack – bis zu deren Tod Gegenspieler seiner Frau war.

Interessant, mysteriös, spannend – es gibt einige positive Eigenschaften, die man der von Jon Harmon Feldman erschaffenen Serie zuschreiben kann. Leider auch eine gewisse Inkonsequenz, hat sie in ihrem doch sehr kurzen Verlauf doch leider den mythologischen Background der Hauptfigur etwas aus dem Fokus verloren. Umso ärgerlicher, dass der Serie der Quoten wegen so früh der Stecker gezogen wurde. Glaubt man nämlich den Machern der Reihe, dann wäre in dieser Richtung noch einiges gekommen. Die außergewöhnliche Prämisse hätte noch Stoff für jede Menge weiterer Folgen hergegeben, die Story schien beim erzwungenen Serien-Ende einfach noch nicht auserzählt. Das macht das Ganze zwar etwas unrund, aber: „Tru Calling“ war unterhaltsam und konnte einen nachdenklich machen. Vielleicht war sie da etwas zu anspruchsvoll für den durchschnittlichen Fox-Zuschauer. Sicher hat sie spätere Serien wie „Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits“ maßgeblich beeinflusst. Hauptdarstellerin Eliza Dushku (zuvor: „Buffy – Im Bann der Dämonen“) konnte richtig glänzen, sie wurde allerdings von einer wunderbaren Cast unterstützt. Die bot nicht nur „Hangover“-Star Zach Galifianakis einen seiner ersten Momente im Rampenlicht, sondern wurde auch immer wieder von Gast-Schauspielern aufgewertet, die viel später noch große Karrieren machen sollten, darunter etwa Cobie Smulders („How I Met Your Mother“), Jeffrey Dean Morgan („The Walking Dead“) und Mary Elizabeth Winstead („Fargo“).

Fazit: Tolle Serie, die ihr Potenzial leider nie ausschöpfen durfte.

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