The Rolling Stones – On Air

The Rolling Stones - On Air (foto: universal music)

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8 Universal Music

8

Leckerbissen für alle Fans der Rolling Stones: Das Album „The Rolling Stones – On Air“ versammelt 32 Raritäten und Song-Perlen, die von Radioauftritten aus den Anfangstagen (1963 bis 1965) der Band stammen. Darunter auch Tracks, die nie offiziell aufgenommen worden sind.

Keine Frage: Die Stones wissen, wie man Kohle scheffelt. Aus so gut wie jeder Phase ihrer langen, schillernden Karriere gibt es offizielle Live-Mitschnitte, die die Kassen von Mick Jagger & Co klingeln lassen. Darauf zu hören: mal mehr, mal weniger inspirierte Vorträge.

Auch „On Air“ ist mal wieder eine Live-Compilation. Allerdings eine inspirierte. Eine, die sich nicht aus Material speist, das auf irgendeiner Bühne irgendwo auf dieser Welt entstanden ist, sondern in Radiostudios. In BBC-Shows wie „Saturday Club“, „Top Gear“, „Rhythm and Blues“ oder „The Joe Loss Pop Show“. Und das zu einer Recht spannenden Zeit: Mitte der sechziger Jahre, den Kindertagen der Rock-Musik. Die Stones bewegten sich damals im Spannungsfeld zwischen Rock, Blues, R&B und Soul, performten sogar Country-Songs Nacht für Nacht in Clubs und Tanzhallen. Von Stadien war damals noch lange nicht die Rede.

Die BBC verlangte von der vielversprechenden Newcomer-Kapelle, in den Shows ihre aktuellen Singles zu spielen, ließ ihr aber auch kreative Freiräume, den Rest ihrer On-Air-Time zu füllen. So finden sich neben den damals aktuellen Hits wie „(I Can’t Get No) Satisfaction“ (hier in einer großartigen Version vorliegend) auch jede Menge Cover. Gerne griff die Band dabei bei Chuck Berry zu, von dem sie gleich mehrere Titel – „Roll Over Beethoven“, „Memphis, Tennessee“ und „Beautiful Delilah“ – im Programm hatten. Aber auch bei Solomon Burke („Everybody Needs Somebody To Love“) oder Muddy Waters („I Just Want To Make Love To You“) bedienten sich Mick,Keith und Konsorten mit Vergnügen. Sie fügten den Songs kein Leid zu, im Gegenteil: Die Aufnahmen zeichnen das Bild einer jungen Band, die noch lange nicht in den Superstar-Status erhoben wurde, aber sich motiviert genug zeigt, diesen irgendwann zu erreichen.

Das Album erscheint als Standard-Version, 2CD-Deluxe-Edition, Vinyl sowie als bunte Special Limited-Vinyl-Edition.

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Fazit: Beeindruckend. Nicht nur musikhistorisch interessant, sondern auch sehr hörenswert.

Anspieltipps: (I Can’t Get No) Satisfaction, Come On, Fannie Mae

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