The Missing – Staffel 1

The Missing (foto: pandastorm)

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8 Pandastorm

8

Wenn ein einziger Moment das ganze Leben verändert. Die britisch-amerikanische Krimiserie „The Missing“ verhandelt den größten Alptraum, den Eltern haben können: ein verschwundenes Kind. Die packend inszenierte, acht Folgen umfassende Staffel eins ist nun auf DVD und Blu-Ray erschienen.

Die Geschichte beginnt im Jahr 2006 in Nordfrankreich. Zur Zeit der Fußball-WM: Der Urlaub von Tony und Emily Hughes (James Nesbitt, Frances O’Connor) endet in einem furchtbaren Albtraum. Im kleinen Städtchen Chalons Du Bois verliert Tony seinen fünfjährigen Sohn Oliver (Oliver Hunt), den er die ganze Zeit verantwortungsbewusst an der Hand hielt, in einer jubelnden Menschenmenge. Die Polizei startet zwar umgehend eine Suchaktion und beordert Julien Baptiste (Tchéky Karyo), einen der renommiertesten Ermittler Frankreichs, in den kleinen Ort. Doch ohne Erfolg: Der Junge bleibt spurlos verschwunden. Während die Verzweiflung der Eltern wächst, stürzen sich die Medien auf den Fall.

Acht Jahre später kehrt Tony Hughes an den Ort des Verbrechens zurück. Schuldgefühle und Schmerz haben seine Ehe zerstört, doch während Emily in einer anderen Beziehung den Neuanfang gewagt hat, sucht Tony weiter wie besessen seinen Sohn. Als neue Hinweise auftauchen, wird auch das Interesse des mittlerweile pensionierten Julien Baptiste wieder entfacht …

Klar, die Prämisse der Serie ist nicht neu, aber sie funktioniert als Krimi- oder Drama-Stoff immer wieder. Für Eltern ist solch eine Geschichte schließlich das Horror-Szenario schlechthin. Die Kritiker sind von der Thriller-Serie, die immer wieder zwischen Gegenwart sowie Rückblenden switcht und damit zu einem erzählerischen Puzzle wird, zurecht begeistert. Das liegt vor allem an den hervorragenden Darstellern, speziell an James Nesbitt, der die Verzweiflung seiner Figur, die Ohnmacht, sehr glaubhaft spielt. Dem Vernehmen nach lebte er während der Dreharbeiten zurückgezogen in Belgien, um Tonys Isolation und Leere authentischer darstellen zu können. Aber auch das Drehbuch, das der Charakterentwicklung viel Raum gibt, und die Kamera-Arbeit überzeugen in dieser BBC One/Starz-Koproduktion, die hierzulande im ZDF übertragen wird. „Ripper Street“-Regisseur Tom Shankland hat hier einen prima Job gemacht.

Fazit: Eindringlich. Unheimlich.

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