The List: Terry Pratchetts wichtigste Werke

Terry Pratchett (foto: rob wilkins/piper verlag)

Wie schafft man es, 60 Millionen Bücher zu verkaufen und trotzdem ein Geheimtipp zu bleiben? In seinen Scheibenwelt-Romanen ging Terry Pratchett Themen wie Gleichberechtigung, Staatsführung und Religion an, versteckte die nur immer ganz gut in seinen skurrilen Handlungen und dem abstrusen Humor. So steht bestimmt bei einigen ein Mal-vor-langer-Zeit-angefangener-Pratchett im Bücherregal und staubt vor sich hin*, weil es eben nicht die typischen Fantasyromane sind, die Sir Terry uns da aufgetischt hat. Jedenfalls, Tischmanieren beiseite, hier kommen zehn Scheibenwelt-Romane, die man gelesen haben muss.  

 

*Man erkennt diese Leute daran, dass sie ihr Schnitzel bevor sie es essen komplett klein schneiden, um dann das Messer wegzulegen.

 

  1. Das Erbe des Zauberers Der achte Sohn eines achten Sohnes ist prädestiniert, ein Zauberer zu werden – aber in diesem Fall ist der Sohn eine Tochter! Kann ein Mädchen in der männerdominierten Zaubererwelt bestehen? Von „Equal Rites“ (so der Originaltitel) leider keine Spur auf der Scheibenwelt …

 

  1. Lords und Ladies Eine Hochzeit und viele Todesfälle. Ex-Hexe Magrat wird König Verence (Ex-Hofnarr) heiraten und die „einfachen Handwerker“ des Dorfes sollen ein Theaterstück aufführen. Doch die versehentlich heraufbeschworenen Elfen erweisen sich als Partycrasher, denn – anders, als man vermuten würde – sind Elfen vor allem eins: abgrundtief böse!

 

  1. Mummenschanz Skandal in der Oper: Ein Phan …. Phantooo …. sagen wir: ein Geist treibt sein Unwesen im neuen Opernhaus von Ankh-Morpork. Was ein Glück, dass die beiden Hexen Esme Wetterwachs und Gytha Ogg zufällig zur Stelle sind. „Das sieht nach einem bevorstehenden Unfall aus.“, meint Opernsängerin Agnes Nitt mit Blick auf den Kronleuchter ….

 

  1. Ruhig Blut! Lange vor „Twilight“ hat Terry Pratchett uns gewarnt, nicht mit Vampiren anzubändeln. Die hat König Verence nämlich zur Taufe seiner Tochter eingeladen. Denen geht die Taufe da vorbei, wo die Sonne nicht scheint*, denn sie wollen die Herrschaft des Landes an sich reißen … Wiedermal sind die Hexen gefragt, die Vampirplage zu bekämpfen.

*bei einem Vampir ist das möglicherweise überall

 

  1. Alles Sense! Gevatter Tod findet seine eigene Lebensuhr und seine Zeit läuft tatsächlich bald ab. Was tun? Der Schnitter kommt auf die Erde, um auf einer Farm zu arbeiten als … nun, als Schnitter. Aber auch dort wird seine Existenz bedroht, und zwar von einer Maschine. Gleichzeitig, da der Sensenmann seinen eigentlichen Job nun nicht mehr ausführt, treten sich die Untoten auf der Scheibenwelt gegenseitig auf die Füße.

 

  1. Einfach Göttlich What if God was one of us? Nun ja, nicht direkt „of us“, der Gott Om wandert nämlich als einäugige Schildkröte durch die Wüste. Da die Macht eines Gottes an der Anzahl seiner Gläubigen gemessen wird, sieht es um Om schlecht aus, tatsächlich gibt es nur noch einen einzigen, der an ihn glaubt, nämlich Brutha, den Tempelgärtner. Dieser muss von nun an seiner Rolle als Erwählter gerecht werden und zieht dabei, als Ketzer befunden, den Ärger der Inquisition auf sich.

 

  1. Rollende Steine Treffen sich ein Elf, ein Zwerg und ein Troll …. Nein, sie treffen sich wirklich, kein Witz. Und sie beschließen, Musik zu machen, müssen dafür allerdings Mitglieder der Musikergilde werden. Denn wer ohne Lizenz der Musikergilde musiziert, wird rigoros bestraft, wobei die Strafe dem Vergehen angemessen ist und der Musiker sein Instrument auf ganz andere Weise kennenlernt*. Letztendlich erfindet die neu gegründete Gruppe, die sich „Band mit Steinen drin“ nennt, eine neue Musikrichtung, die immer populärer wird und am Ende sogar Gevatter Tod durcheinanderbringt.

*für Piccoloflötisten sehr unangenehm

 

  1. Helle Barden Sind es die Waffen, die Menschen töten, oder die Menschen? Und was ist überhaupt ein „G’fähr“? Die Stadtwache von Ankh-Morpork, der größten Stadt der Scheibenwelt, um Kommandeur Samuel Mumm steht vor der Aufgabe, mehrere Morde aufzuklären. Wobei eine beschlagnahmte und verbotene Waffe, die aus der Assassinengilde* gestohlen worden ist, eine große Rolle spielt.

*Motto: Kein Mord ohne Bezahlung

 

  1. Klonk! Schwere Zeiten für Samuel Mumm. Was bei der berühmten Schlacht von Koomtal eigentlich geschah, außer dass Zwerge und Trolle sich bekriegten – was den Titel des Buches erklärt, denn so muss es damals geklungen haben – ist nicht mehr haargenau nachzuvollziehen. Aber dass die Schlacht sich mal wieder jährt und es zu Ausschreitungen kommen wird, ist Sam Mumm klar. Als aber ein Zwerg, und zwar ein hoch*rangiger, ermordet wird und zusätzlich ein riesiges Gemälde der Schlacht aus dem Museum gestohlen wird, auf dem ein Geheimnis versteckt sein soll, gerät alles außer Kontrolle.

*in wie weit man bei einem Zwerg von „hoch“ sprechen kann

 

10.

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*Wie ihr seht, ist Nummer 10 leer. Es soll der Platzhalter sein für das, was noch kommt. Ansonsten, schaut euch „Heiße Hüpfer“ an, die Erwähnung des inkontinenten Koalabären hat mich zwei Wochen kichern lassen.

 

#GNU Terry Pratchett