The List: Besser als das Original

Amy Winehouse (foto: wikipedia/rama)

10. Cyndi Lauper – Girls Just Wanna Have Fun
Cyndi Lauper feierte mit dieser Emanzipationshymne 1983 ihren großen Durchbruch. Die 1979 vom Komponisten des Titels, Robert Hazard, aufgenommene Version – die nur als Demo existiert – nahm noch die männliche Perspektive ein. Lauper änderte mit seiner Zustimmung (und großem Erfolg) die Lyrics ab.

 

09. Nirvana – Where Did You Sleep Last Night

„Where Did You Sleep Last Night“ ist eigentlich ein traditioneller Folk-Song, der wohl aus den 1870er Jahren datiert. Bekannt wurde die Nummer vor allem in der Version des Blues-Musikers Lead Belly aus den 1940ern. Zu spätem Ruhm verhalf dem Titel aber die Grunge-Band Nirvana, die ihn unter anderem bei „MTV Unplugged“ performte. Kurt Cobain wurde von Mark Lanegan auf den Song aufmerksam gemacht – und wie dieser schrie Cobain die Schlussstrophe. Gänsehaut-Moment.

 

08. Joe Cocker – With A Little Help From My Friends

Die Beatles übertreffen? Unmöglich? Joe Cocker ist es gelungen. Ein Jahr, nachdem die Fab Four diesen Song veröffentlichten, haute der Mann mit der Reibeisenstimme seine eigene Version (1968) raus, die besonders durch seine Performance beim Woodstock-Festival legendär wurde. Der große Durchbruch für den irischen, viel zu früh verstorbenen Sänger.

 

07. Soft Cell – Tainted Love

Gloria Jones hatte wirklich alles versucht. Gleich zweimal (1964, 1976) nahm die Gute „Tainted Love“ auf, doch so richtig kam dieser Song nie in Fahrt. Bis Soft Cell um Marc Almond den Northern-Soul-Song für sich entdeckten. Das britische Pop-Duo arrangierte den Titel 1981 komplett um. Bis heute hat sich die Single mehr als 1,3 Millionen mal verkauft.

 

06. Amy Winehouse & Mark Ronson – Valerie

Kennt jemand The Zutons? Nee? Nun, 2006 hatte die englische Indie-Band mit „Valerie“ einen passablen Hit, mit dem sie es in die UK-Top10 schaffte. Ein Jahr später übertraf die Version von Amy Winehouse und Mark Ronson das Ganze aber nochmal um Längen (Platz 2, UK-Charts).  Vielleicht die wichtigste Aufnahme, die Winehouse nach „Back to Black“ gemacht hat.

 

05. Limp Bizkit – Behind Blue Eyes

Auch wenn es fast gotteslästerlich klingt: „Behind Blue Eyes“ war in der Version der Nu-Metaller von Limp Bizkit (2003) um einiges größer als die originale von The Who. Letztere dümpelte gerade mal auf Platz 24 der US-Charts herum, die Limp-Bizkit-Version war weltweit erfolgreich. Lag vielleicht auch an Halle Berrys Auftritt im dazugehörigen Musikvideo. Leider nicht mehr auf YT zu finden.

 

04. Guns N‘ Roses – Knockin‘ On Heaven’s Door

Bob Dylan ist wohl unstrittigerweise der größter Songwriter aller Zeiten, hat aber ein Problem: Sein Gesang ist unvorteilhaft. Viele seiner Songs hören sich aus den Mündern anderer Interpreten besser an als im Original. Ein Paradebeispiel: „Knockin‘ On Heaven’s Door“. Ursprünglich für den Soundtrack zu „Pat Garrett und Billy The Kid“ (1973) geschrieben, ist das Ding wohl das meistgecoverte Lied aller Zeiten. Viele Versionen sind unsäglich, die von Guns N‘ Roses kickt aber immer noch Ärsche.

 

03. Faith No More – Easy

Ok, der Song war in der Commodores-Version mit Lionel Richie am Mikro natürlich zu Recht mega-erfolgreich. Die Faith-No-More-Variante kann da aber gut mithalten und kommt weniger kitschig daher.

 

02. Sinéad O’Connor – Nothing Compares 2 U

Ja, genau. Auch dieser Song ist eigentlich ein Cover. Ursprünglich stammt das Ding nämlich von Prince, der den Track aber nie als Single rausbrachte. Er befand sich auf dem 1985er-Album „The Family“. Zu Weltruhm gelangte der Titel dann durch Sinéad O’Connor. Nicht zuletzt durch das ikonische Musikvideo dazu (1990).

 

 

01. Nirvana – Jesus Don’t Want Me For A Sunbeam

Nirvana, die Zweite. 1987 veröffentlichten The Vaselines den Song auf ihrer EP „Dying For it“ als Parodie auf die christliche Kinder-Hymne „I’ll be a Sunbeam“, die mit dem Vers „Jesus Wants Me For A Sunbeam“ beginnt. Nirvana coverten den Song bei ihrem legendären MTV-Unplugged-Konzert im Jahre 1993. Cobain galt als Fan der schottischen Alternative-Band, weshalb Nirvana beispielsweise „Molly’s Lips“ und „Son of a Gun“ für ihr Album „Incesticide“ aufnahmen.