The List: 10 Elvis-Songs, die man kennen sollte

Elvis Presley (foto: verleih)

Kinder, wie die Zeit vergeht: Der King wäre heute, am 8. Januar, 80 Jahre alt geworden. NG-Redakteur Benjamin Fiege feiert den Geburtstag seines Lieblingsmusikers in einer „The List“-Sonderausgabe mit seinen zehn persönlichen Elvis-Lieblingssongs. War gar keine leichte Aufgabe.

10. I Can’t Stop Loving You (1969)

Von Don Gibson komponiert, von Ray Charles berühmt gemacht – und von Elvis perfektioniert. Das ultimative Liebeskummer-Lied. „Well, they say that time … It heals a broken heart … Yeah, but time has stood still … Since we’ve been apart.“

09. Like a Baby (1960)

John Lennon sagte einmal, dass Elvis gestorben sei, als er zur Armee musste. Dass das so nicht ganz stimmt, zeigt das Comeback-Album des Kings nach verrichtetem Militärdienst. „Elvis is back!“ weist viele geniale Nummern auf, „Like a Baby“ ist mir die liebste.

08. Seperate Ways (1972)

In den Siebziger Jahren ging Elvis‘ Ehe mit Priscilla in die Brüche. 1972, als „Seperate Ways“ erschien, war sie noch nicht geschieden, aber kurz davor. Elvis verarbeitet hier die laufende, schmerzhafte Trennung von seiner Frau. „All that’s left between us … Are the memories we share … Of times we thought we care for each other“.

07. Jailhouse Rock (1957)

Mike Leiber und Jerry Stoller schrieben den Song als Titletrack zu Elvis‘ gleichnamigen Film und würzten ihn mit ganz viel Humor (inklusive einer angedeuteten gay romance in den Lyrics). War Elvis völlig wumpe, der machte den Song zu einem seiner größten Hits. Nach dem im Song auftauchenden, Saxofon spielenden Spider Murphy benannte sich übrigens die Spider Murphy Gang. In diese Liste gehört der Titel alleine schon wegen der Choreografie, die der Autor dieser Zeilen als kleiner Steppke vor dem Spiegel übte.

06. Gospel Medley (1968)

Elvis mag der King of Rock’n’Roll gewesen sein, seine große Liebe gehörte aber der Gospel-Musik. Ein paar seiner Lieblingsstücke präsentierte er bei seinem legendären Comeback-Special, das Elvis‘ Abschied von Hollywood und seine Rückkehr auf die Bühne einläutete.

05. You’ll Think of Me (1969)

Elvis mal nicht in der Rolle des Verlassenen, sondern des Verlassenden. Aber als einer, der ahnt, dass er seine Entscheidung schon bald bereuen wird. Erschien als B-Seite von „Suspicious Minds“.

04. Long Black Limousine (1969)

Ein Lied, das Gänsehaut bereitet. Über eine Dame, die fort geht, um berühmt zu werden und um irgendwann in einem großen funkelnden Wagen zurückzukehren, der die Blicke auf sich zieht. Das tut sie auch: in einer großen schwarzen Limousine. Einem Leichenwagen.

03. Heartbreak Hotel (1956)

Einer der ersten Monster-Hits für RCA – und vor allem ein brillantes Melodrama. Die düstere, fast gespenstische Atmosphäre war in der damaligen Zeit unerhört und stand in krassem Kontrast zu dem Image, das sich Elvis noch bei Sun aufgebaut hatte. Die Autoren des Songs, Mae Axton und Tommy Durden, wurden von einem Zeitungsartikel über einen Selbstmörder inspiriert. Der Mann hinterließ einen einzeiligen Abschiedsbrief: „I walk a lonely street“.

02. Suspicious Minds (1969)

In der Version von Mark James (1968) war das Lied ein Flop, Elvis‘ soulige Interpretation 1969 wurde ein Riesenhit. Die hat er übrigens irgendwann zwischen vier und sieben Uhr morgens eingespielt. Kann man mal so machen.

01. Lawdy Miss Clawdy (1956)

Ach, ist das schwer, sich auf eine Nummer eins festzulegen. Für „Lawdy Miss Clawdy“ habe ich mich entschieden, weil es mir von allen Songs – vor allem aufgrund des Pianos – bereits am längsten gute Laune bereitet. Gerade in dieser Version aus dem „On Tour“-Film von 1972. „One More Time“ (ca. 1:35).

PS: Dem Autor blutet das Herz, das folgende Songs nicht den Weg in die Top 10 fanden:

Trying To Get To You, Let Yourself Go, Tomorrow is a Long Time, And the Grass Won’t Pay No Mind, …

Text: Benjamin Fiege