The Girl With All The Gifts

The Girl With All The Gifts (foto: universum)

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7 Universum

7

Schockierende Plot-Twists, ambivalente Figuren – der Zombie-Thriller „The Girl With All The Gifts“, der auf einem Roman von Mike Carey basiert, ist erstaunlich vielschichtig. Die Low-Budget-Dystopie liegt nun fürs Heimkino vor.

Eine aggressive Pilzinfektion hat fast die gesamte Menschheit in fleischfressende, zombieartige Wesen – „Hungries“ – verwandelt. Nur eine kleine Gruppe infizierter Kinder verspricht Hoffnung auf ein Heilmittel, da sie ihren „Fressimpuls“ kontrollieren können. In einer Militärbasis werden sie grausamen Experimenten unterzogen. Doch ein Mädchen unter ihnen ist anders: Melanie (Sennia Nanua) ist intelligent, wissbegierig und einfallsreich. Als die Basis von einer Horde Hungries überrannt wird, kann Melanie fliehen. In einer in Chaos und Zerstörung versunkenen Welt muss sie bald nicht nur über ihre eigene Zukunft, sondern auch das Schicksal der gesamten Menschheit entscheiden …

Keine Frage, die Prämisse dieser britisch-amerikanische Co-Produktion (Regisseur: Colm McCarthy) ist nicht neu. Hat man so oder so ähnlich schon tausendmal gehabt. Und doch wartet der Streifen mit einer überraschend hohen Qualität auf. Der Untergang der Menschheit wird hier mit einer unglaublichen Bildästhetik eingefangen. Auch die Schauspieler machen ihre Sache gut. Bei einer etablierten Mimim wie Glenn Close keine Überraschung, klar, Showstealerin ist aber die junge Sennia Nanua. Sie trägt die Last des Films auf ihren Schultern, und so kann man gar nicht anders, als mit der jungen Hoffnungsträgerin mitzufühlen. Das provokante Ende wirkt noch lange nach. Übrigens: Der Soundtrack des chilenischen Musikproduzenten Cristobal Tapia de Veer passt wie die Faust aufs Auge.

Fazit: Sehenswert.

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