The Doors – Strange Days (50th Anniversary Expanded Edition)

The Doors - Strange Days (foto: rhino)

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Es gehört mittlerweile zum guten Ton, guten oder schlechten Alben zu einem sonstwie geratenen Jubiläum eine Anniversary-Edition zu spendieren. “Strange Days” von den Doors gehört da sicherlich zu den guten, die es auch verdient haben.

1967 war ein besonderes Jahr in der Vita der Doors. Zu Beginn des Jahres legte die Band um den charismatischen Frontmann Jim Morrison ihren umjubelten, selbtbetitelten Erstling vor, ohne Zweifel eines der beeindruckendsten Debüts der Rock-Geschichte. Diess umfasste direkt eine ganze Latte an Evergreens, etwa “Light My Fire”, “Break On Through (To The Other Side)” und “The End”.

Viel Zeit ließ sich die Band mit dem Nachfolger nicht. Der erschien gerade Mal acht Monate später mit “Strange Days” – also noch im selben Jahr. Ein Veröffentlichungsrhythmus, der in heutiger Zeit undenkbar wäre, damals aber noch gängige Praxis war. Man molk die Kuh eben, so lange sie Milch gab.

Und The Doors gaben Milch.

“Strange Days”, dessen Songs zum Großteil während der “The Doors”-Sessions und auf der nachfolgenden Tour entstanden, schlug musikalisch in die gleiche Kerbe wie der berühmte Vorgänger, wieder versammelten The Doors hier jede Menge launische und eigentümlich verdrehte Rock-Songs. Vielleicht einen Tick energetischer und subtiler als jene auf dem Vorgänger, etwas experimenteller. Für „Strange Days“ stand natürlich ein größeres Budget zur Verfügung als für den Erstling, was der Band im Studio mehr Freiheiten einräumte. Außerdem nutzte sie zum ersten Mal eine 8-Spur-Bandmaschine, was zu bemerkenswerten Overdubs führte, etwa Kriegers gedoppelte Gitarre auf “When The Music’s Over”. Und es hielt eine Überraschung bereit: Der eigenwillige Keyboard-Sound auf dem Titelsong “Strange Days” stammt von einem Moog-Synthesizer, der hier erstmalig in einem Rocksong benutzt wurde.

Neben dem Titeltrack gehört sicherlich das depressive, vom europäischen Cabaret beeinflusste “People Are Strange”, der damals als kontrovers aufgefasste (weil sexuell aufgeladene) Blues-Rocker “Love Me Two Times” sowie das bluesig-schräge “Moonlight Drive”, das durch das Spoken-Word-Intro “Horse Latitude” eingeleitet wird, zu den Glanzlichtern des Albums.

Zum 50. Jubiläum des Albums veröffentlicht Rhino nun eine 50th Anniversary Deluxe Edition als Doppel-CD mit dem remasterten Stereo- und dem Original Mono-Mix. Die Musik wird auch als Download und über Streamingdienste erhältlich sein, der Original-Mono-Mix erscheint überdies auf Vinyl.

“Strange Days (50th Anniversary Deluxe Edition)” wurde vom ursprünglichen Toningenieur des Originals, Bruce Botnik, produziert und umfasst den (remasterten) Original-Stereomix des Albums sowie den Original-Monomix des Albums, der extra für diese Edition ebenfalls remastert wurde und nun erstmalig auf CD erscheint. Zum Set gehören überdies neue Liner-Notes von Musikjournalist und Doors-Fachmann David Fricke sowie eine Auswahl von selten oder nie vorher gezeigten Fotografien.

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Fazit: Mit Recht ein Klassiker.

Anspieltipps: Strange Days, People Are Strange, Love Me Two Times, Moonlight Drive

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