Terror in Paris: Jesse Hughes entschuldigt sich

Hughes sagte in einem Interview, dass ihm der Boss der Sicherheitskräfte seltsam erschienen sei – und „sechs oder mehr“ der Security-Leute beim Konzert der Band gar nicht mehr anwesend gewesen seien. Hughes vermutete, dass diese Dreck am Stecken haben könnten. Seiner Bitte, die Ordner auszutauschen oder zu kontrollieren, sei nicht stattgegeben worden. „Es sieht danach aus, als hätten die Sicherheitskräfte einen Grund gehabt, nicht mehr aufzukreuzen.“

Die Bataclan-Betreiber hatten daraufhin selbst ein Statement publiziert: „Jesse Hughes verbreitet verleumderische Anschuldigungen gegen das Bataclan-Team.“ Eine Untersuchung der Umstände, die zum Terroranschlag geführt hatten, liefe noch. Aber: „Alle bisherigen Hinweise deuten darauf hin, dass die Security-Kräfte professionell und mutig reagiert haben.“

Jesse Hughes gibt nun zu, dass er mit seinen Äußerungen zu weit gegangen sei. „Ich bitte die Menschen in Frankreich, das Personal, die Sicherheitsleute des Bataclan, meine Fans, Freunde und jeden, den ich mit meinem absurden Anschuldigungen im Fox Business Interview angegriffen oder verletzt habe, demütig um Vergebung.“

„Meine Annahmen, dass irgendjemand, der in Verbindung mit dem Bataclan steht, eine Rolle bei dem Anschlag vom 13. November gespielt haben könnte, sind unbegründet und unhaltbar – ich übernehme dafür die volle Verantwortung. Ich spiegele damit nicht die Meinung der Band oder jene wider, die mit den Eagles of Death Metal zusammenarbeiten. Die Scham ist zu 100 % meine eigene“, schreibt Hughes weiter.

Der Frontmann der Band sagt auch, er sei seit dem Anschlag in Paris, bei dem 89 Menschen starben, nicht mehr der alte: „Ich muss mit ständigen Albträumen zurechtkommen und versuche durch Therapie einen Sinn hinter dieser Tragödie und dem Wahnsinn zu finden. Seit dem 13. November bin ich nicht ich selbst. Ich verstehe, dass es keine Entschuldigung für meine Worte gibt, aber ich möchte zumindest sagen: Es tut mir ehrlich leid, jemanden verletzt, respektlos behandelt oder beschuldigt zu haben.“