Terminator 2 – Tag der Abrechnung

Terminator 2 (foto: studiocanal)

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Der Kampf um das Morgen zwischen Mensch und Maschine ging 1991 in die zweite Runde: Mit „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ legte Regisseur James Cameron die lang erwartete Fortsetzung des düsteren Action-Sci-Fi-Meisterwerks „Terminator“ vor, mit dem er 1984 sowohl seine als auch die Karriere Arnold Schwarzeneggers befeuert hatte. Der zweite Teil des Terminator-Franchise liegt nun restauriert in mehreren Formaten vor, darunter 4K und 3D.

Die Story dieses Klassikers knüpft zehn Jahre nach Ende des ersten Teils an. Und wieder wird Sarah Connor (Linda Hamilton), die man mittlerweile in die Klapse gesteckt hat, mit einer Gefahr aus der Zukunft konfrontiert. Ein neuer Terminator (Robert Patrick) ist auf die Erde zurückkehrt. Dieser T-1000 will den jungen John Connor (Edward Furlong) töten, bevor er eines Tages zum Anführer des menschlichen Widerstandes gegen die Terrorherrschaft der Maschinen aufsteigt. Sarah tut alles, um ihren Sohn zu schützen – und sie bekommt dabei Unterstützung: Die Rebellen aus der Zukunft haben ihr einen Verbündeten geschickt – ein umprogrammierter Terminator der alten Generation (Arnold Schwarzenegger) soll John Connor das Leben retten.

Heute kaum denkbar: Sieben Jahre hat es gedauert, ehe James Cameron das Sequel zu dem so erfolgreichen ersten „Terminator“-Teil präsentieren konnte. Schuld daran waren damals sich endlos lang ziehende Rechtsstreitigkeiten. Erst als Mario Kassar (Carolco Pictures) 1990 die Rechte erwarb, konnte losgelegt und das Drehbuch verfilmt werden, das der visionäre Cameron natürlich schon längst in der Schublade hatte. Die Fortsetzung enttäuschte Kritiker und Publikum nicht: Wieder wurde hier ein atmosphärischer Actionreißer geboten, Schwarzenegger wurde geschickt zum Helden umgepolt – und die computergenerierten Effekte waren damals ungeheuer innovativ. Erstmals in der Filmgeschichte wurden beispielsweise Hauptfiguren zum Teil computeranimiert.

Für einen Actionfilm waren die Charaktere fast schon tiefgründig gezeichnet. Die Schauspieler, die diese mit Leben füllen sollten, waren dazu passend ausgewählt: Robert Patrick, der Jahre später David Duchovny bei „Akte X“ nachfolgen sollte, leistete hier als finsterer Bösewicht einen überzeugenden Job. Seine Figur, die eine Weiterentwicklung der alten Terminator-Garde verkörpern sollte, kam um einiges agiler als Schwarzeneggers Charakter daher. Cameron bezeichnete den Kampf der beiden Figuren als „Porsche gegen Panzer“. Der junge Edward Furlong war damals noch recht grün hinter den Ohren und hatte im Schauspielbusiness keinerlei Erfahrung. Auch er macht seine Arbeit dafür ganz gut. Später tauchte er unter anderem in „Friedhof der Kuscheltiere 2“, „Detroit Rock City“ und „American History X“ auf, rutschte dann aber – wie so viele Kinderstars aus jener Zeit – in die Drogensucht ab.

„Terminator 2“ ist in der Rückschau ein kinogeschichtlicher Meilenstein. Zweifellos einer der besten Actionfilme aller Zeiten, gespickt mit ikonischen Szenen (das Bar-Segment!), bei dem wirklich alles zusammenpasst (abgesehen vom Zeitreise-Paradoxum). Mit der Thematisierung eines möglichen Kampfs zwischen Mensch und Maschine traf (und trifft) er natürlich auch den Zeitgeist. Fantastisch waren damals natürlich auch Score und Soundtrack. Guns N‘ Roses sind im Film (nicht auf der Soundtrack-CD) prominent mit „You Could Be Mine“ vertreten. George Thorogood & The Destroyers steuerten „Bad To The Bone“ bei – und Dwight Yoakam „Guitars, Cadillacs“.

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Fazit: Ein Action-Klassiker, der gut gealtert ist.

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