Sunflower Bean – Twentytwo in Blue

Sunflower Bean - Twentytwo in Blue (foto: lucky number)

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8 Lucky Number Music / Rough Trade
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Sunflower Bean haben mit “Twentytwo in Blue” gerade ihr zweites Album veröffentlicht. Mit diesem will uns die Band aus Brooklyn vor allem sagen: Sie ist erwachsen geworden.

Keine Frage: Es ist eine Standardfloskel, die da im Waschzettel zum Nachfolger des gefeierten Debüts “Human Ceremony” bemüht wird. Liest sich genau so in gefühlt jeder zweiten Album-Promo, ist genau so häufig aber nicht mehr als heiße Luft. Und so ist man geneigt, derlei PR-Geschwurbel nicht allzu ernst zu nehmen. Sollte man in diesem Fall aber. Denn die Band meint es nicht nur so, sie macht auch ernst. Das unterstreicht sie nicht nur optisch, durch einen veränderten, erwachseneren Look, sondern auf ihrem neuen Album auch inhaltlich. Musikalisch ist die Truppe zwar immer noch im klassischen Gitarren-Rock verwurzelt, hat da nur an einigen wenigen Stellschrauben gedreht, textlich ist sie aber den nächsten Schritt gegangen. Man ist nun deutlich direkter und politischer. Wie käme man als junge, intelligente Band, die etwas auf sich hält, da auch drumherum? Die USA haben in den beiden vergangenen Jahren schließlich einschneidende politische, soziale und kulturelle Veränderungen erlebt.

“Es war einfach eine unglaubliche Zeit,” sagt Gitarrist und Sänger Nick Kivlen. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Künstler unserer Art in der Lage ist, derzeit ein Album zu machen, welches nicht durch die Linse des politischen Klimas von 2016 und 2017 blickt. Einige Songs sind definitiv massiv durch das – als was auch immer man es beschreiben will, was die Trump-Administration bisher war – beeinflusst ist.” “A shit show!” kommt ihm sein Kollege Jacob Faber (Drums) zur Hilfe. Ihrem Ärger über die Zustände ihres Heimatlandes macht sich die Band in Songs wie “Crisis Fest”, “Burn It” oder “Human For” Luft.

Dennoch hat die Band versucht, ihren Hörern nicht nur einen politischen Zugang, sondern auch andere Anknüpfungspunkte mit dem neuen Machwerk zu ermöglichen. Es sollte auf mehrere Arten und Weisen funktionieren, sollte auch “lovable” sein, wie Sängerin Julia Cumming sagt. “Wir wollen, dass die Songs etwas sind, womit die Leute eine Verbindung aufbauen und sie für sich vereinnahmen können. Denn das ist, wonach ich in Songs suche und dies ist das Erlebnis möchten wir anderen ermöglichen.” Songs wie das an Fleetwood Mac erinnernde “I Was A Fool”, das die Brücke zum Vorgänger-Album schlägt, oder “Twentytwo” stehen dafür exemplarisch.

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Fazit: Ein Album, bei dem vieles zusammenpasst.

Anspieltipps: Crisis Fest, I Was A Fool, Human For, Burn It, Twentytwo

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