Song To Song

Song to Song (foto: studiocanal)

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4 Studiocanal

4

Eigentlich hat der Film alle Zutaten, die es für eine spannende Liebesgeschichte braucht. Und dennoch scheiterte Terrence Malicks „Song To Song“ auf ganzer Linie. Der Streifen ist gerade auf DVD und Blu-Ray erschienen.

Der Musikproduzent Cook (Michael Fassbender) ist eine ebenso erfolgreiche wie exzentrische Lichtgestalt der berüchtigten Musikszene von Austin, Texas. In der Hoffnung auf ihren großen Durchbruch lässt sich die ambitionierte Musikerin Faye (Rooney Mara) auf eine Affäre mit ihm ein, die ihr schnell zum Verhängnis wird, als sie den aufstrebenden Songwriter BV (Ryan Gosling) kennenlernt und sich in ihn verliebt. Abseits des Rampenlichts entwickelt sich ein Dreiergespann, deren Protagonisten sich zwischen Liebe, Betrug und Sinnlichkeit treiben lassen…

Terrence Malick ist schon ein Phänomen. Seit 1969 ist der Mann nun schon im Filmgeschäft – und doch hat der heute 74-Jährige in dieser langen Zeit nur neun Filme gedreht. Malick genießt einen grandiosen Ruf, die großen der Zunft arbeiten gern mit ihm zusammen, sehen das sogar als eine Art Ritterschlag. Aber sind wir ehrlich: „Song To Song“ hätte sich der Gute besser schenken sollen. Sicher, der Streifen ist fantastisch besetzt, die Schauspieler liefen auch allesamt einen guten Job ab. Die Dreiecksgeschichte – an sich jetzt schon kein wahnsinnig innovatives Thema – wird aber so unfassbar langatmig erzählt, dass der Film trotz all der guten Zutaten – Musik, Liebe, Sex, Verrat – nur schwer zu ertragen ist. Statt zwei Stunden hätten es da auch 30 Minuten getan. Da helfen dann auch die ungewöhnlichen Kameraperspektiven, die schnellen Schnitte und die tollen Locations nicht mehr. Spaß machen immerhin die (meist sehr kurzen) Gastauftritte von Musikern wie Florence Welch, Patti Smith oder Iggy Pop.

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Fazit: Langweilig.

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