Sneak peek: Demokratische Gummibärchen – Zwei Superstars im Farbrausch

Pharrell Williams (foto: wikipedia/shawn ahmed)

Glück kann so vieles sein – schließlich haben sich ja schon zahlreiche kluge Köpfe eben diesen darüber zerbrochen, wie man Glück wohl objektiv definieren könnte. „Happyness is a warm gun“ sagen die einen, „dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück“, war Gottfried Benn überzeugt. Und Herr Rossi sucht das Glück wohl noch immer. Pharell Williams, ein großer Kopf der modernen Populärmusik – meist gekrönt von einem noch größeren Hut – ging die Chose in einem seiner größten Hits individueller an: „Clap along if you know what happiness is to you“.

Tja, und für manch einen ist das Glück eben ein Paar neue Turnschuhe. Da kann man dann auch ruhig mal klatschen. Und weil Pharrell ein cleveres Kerlchen ist, das immer knallhart am Wind des Zeitgeists rumsurft, weiß er natürlich längst, dass das Thema Sneaker zurzeit ein riesiges Potenzial birgt – zumindest bis ein neuer heißer Scheiß durchs Dorf getrieben wird.

 

Also mitnehmen, was geht. Win-Win-Situationen generieren und sich mit ‘nem Big Player im Turnschuhbusiness zusammentun – das scheint das Gebot der Stunde in gewissen Musikerkreisen. Am Besten mit Adidas, kannste am wenigsten falsch mit machen. Hatten wir ja neulich schon – Stichwort Yeezy. Pharrell ist aber nicht Kanye. Gottseidank möchte man meinen. Und daher geht er auch den komplett anderen Weg: Statt auf Verknappung (Kanye) setzt er auf schiere Masse.

 

Schlappe 50 Farbvarianten des Adidas Superstar tragen ab 27. März den Namen Williams. Das heißt nicht ganz seinen Namen. „Superstar Supercolor“ nennt sich das Makeover des Shelltoe-Klassikers offiziell. Alles super also. Superschuhe. Superbunt. Supergeil. Drunter geht‘s nicht. Zumindest wenn man bergeweise bonbonbunte Botten mag. Denn für sich genommen sind die einzelnen Paare doch eher unspektakulär. Jedes für sich monochrom von den Senkeln bis zur Sohle, entfalten die Dinger doch eher in der Masse ihre besondere Wirkung. Wie ‘ne Tüte Gummibärchen eben.

 

Aber kauft man sich tatsächlich den Superstar in mehreren Farben? OG-Puristen schütteln da sicher energisch den Kopf, greifen zum weiß-schwarzen Original und haken das Thema schnellstens ab. Wenn es aber nach Adidas und Pharrell Williams geht, braucht man un-be-dingt mehrere. Natürlich. Zum Kombinieren, zum Sammeln, zum crazy rumstylen, zum Vielfalt demonstrieren.

 

„Supercolor ist die Freude an Gleichheit durch Vielfalt“, sagt Pharrell. Beziehungsweise die PR-Abteilung. Und: „Das Pack ist in seiner Vielfalt vollkommen“. Es sei egal, für welche Farbe(n) man sich entscheidet, man ist „ein Teil von Supercolor“. Muss man auch erst mal drauf kommen. Der Superstar als Demokratieturnschuh.

 

Ganz demokratisch lautet dann das Fazit zu Pharrells Schuhflut erstmal: Wer‘s mag, soll damit glücklich werden. Ich zieh‘ mir lieber die Senkel aus dem OG und stampfe zu RUN DMC‘s „My Adidas“ durchs Wohnzimmer. Klatschend natürlich.