Selofan – Vitrioli

Selofan - Vitrioli (foto: fabrika records)

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7 Fabrika Records

7

Vier Studioalben hat das griechische Synthie-Coldwave-Duo Selofan bereits in der Vita stehen. Nun hat die Band mit “Vitrioli” Longplayer Nummer fünf vorgelegt.

Keine Frage: Selofan sind eine fleißige Kapelle. Seit nunmehr sieben Jahren nehmen Joanna Badtrip und Dimitris Pavlidis gemeinsam Musik auf, meist analog, im heimischen Studio, inspiriert vom Underground-Sound der achtziger Jahre, der sich aus Minimal Music und Goth speist. Die Songs der beiden wirken dabei stets bedrohlich unterkühlt, gleichzeitig auf ihre Art aber doch auch brutal gefühlig.

Diesem Stil bleibt das Duo aus Athen auch auf ihrem neuen Album treu. Auf diesem präsentieren sie dem Hörer elf neue, zumeist herzzerreißende Tracks, die sich vor allem auf düstere Art und Weise mit den Themen Liebe und Subkultur beschäftigen. Wie immer sind die Lyrics, die in griechischer, deutscher, englischer und spanischer Sprache daherkommen, nicht nur emotional und hochdramatisch, sondern oft auch schwarzhumorig gefärbt. Man mag es eben provokant, im Hause Selofan.

Stark sind vor allem der Opener “Give Me A Reason”, mit seinen beunruhigenden Synthies und dem geradezu hoffnungslosen Gesang, sowie das direkt nachfolgende “Billie Was A Vampire”, das einem direkt im Ohr bleibt. Auch die griechischen Nummern haben etwas Besonderes an sich – auch wenn sie einen gedanklich nicht unbedingt an den letzten Akropolis-Besuch erinnern. Wirkt alles mehr wie Berlin denn Athen.

Das Album erscheint übrigens standardmäßig auf schwarzem Vinyl, kommt aber in extrem limitierten Sondereditionen auch in Weiß beziehungsweise Silber daher.

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Fazit: Gelungen.

Anspieltipps: Give Me A Reason, Billie Was A Vampire, Vitrioli

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