Sarah Lesch – Da Draussen

Lesch (foto: label)

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8 Kick The Flame/Broken Silence/Finetunes

8

Klare Worte, verpackt in anspruchsvolle Texte und eingängige Melodien – die Liedermacherin Sarah Lesch weiß auf ihrem neuen Album „Da draussen“ voll zu überzeugen. 
„Da draussen“ ist die mittlerweile dritte Platte der Singer-Songwriterin, die erste wurde vor fünf Jahren noch in ihrer „schmutzigen Küche“ aufgenommen. Nun, so heißt es, wagt Lesch den Blick aus dem Fenster. Was sie dort sieht? Eine Welt, die komplett hohl dreht. Verrückt spielt. Lesch begegnet dem Tohuwabohu mit klarer Kante. Die Lyrics wirken dabei durchdacht, reif, erwachsen. „Ich schreib euch keine Parolen“, singt sie denn auch im titelgebenden Stück, das ein leichter Country-Anstrich ziert.
Insgesamt zehn Songs kredenzt uns die Wahl-Leipzigerin auf „Da draussen“, die meisten davon sind in  Tour-Pausen am Strand, auf Dachterrassen über wechselnden Städten, hinter großen und kleinen Bühnen, an fremden Küchentischen und eben in der neuen Leipziger Heimat entstanden. Mal energisch („Zeitlose Kamelle“ – mit wunderbarer Hammond-Orgel), mal nachdenklich/melancholisch („Schlaflied“, „Das mit dem Mond“) sind die 57 Minuten, die man mit Lesch für diese Platte verbringt. Oft kommt die Gute dabei sogar ohne Refrain aus –  ein typisches Vorgehen in der deutschsprachigen Liedermacher-Geschichte. Musikalisch kommen die akustisch inszenierten Songs in Autorentradition mit Chanson-, Jazz-, Blues-, Polka-, Reggae- und US-60s-Folk-Elementen daher. Es kann aber auch mal sein, dass sie mit Balkan-Klängen über ihre Heimat Tübingen („Adieu“) singt. Die kammermusikalische Besetzung greift auf dem Album dabei auf Instrumente wie Kontrabass, Schlagzeug, Percussion, Piano, Hammond, Harp, Trompete und Akkordeon zurück.

Fazit: Gute Songs mit starken Texten.
 
Anspieltipps: Da draussen, Adieu, Zeitlose Kamelle, Das mit dem Mond, Schlaflied

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