Royal Blood – How Did We Get So Dark?

Royal Blood (foto: warner)

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8 Warner

8

Spricht man von Royal Blood, dann wird ja gerne Mal der Vergleich zu den Siebziger-Legenden Led Zeppelin gezogen. Etwas unfair, weil das britische Duo – bestehend aus Drummer Ben Thatcher und Sänger/Bassist Mike Kerr – da natürlich nicht mithalten kann. Außerdem klingt die Musik mehr wie eine wilde Mixtur aus Wolfmother und Queens of The Stone Age. Spaß macht die Mucke trotzdem. Das beweist die Band gerade wieder mit ihrem neuen Album „How Did We Get So Dark?“.

Gut, in Sachen Originalität punkten die Briten hier nun nicht unbedingt. Auf diesem neuen Longplayer, der binnen sechs Wochen mit dem Produzenten Joylon Thomas in Brüssel aufgenommen worden ist, bleiben sich Royal Blood nämlich weitgehend treu. Die Einschränkung auf Bass, Gitarre und Schlagzeug ist immer noch das bevorzugte Stilmittel, auch wenn die Riffs noch wuchtiger und die Produktion noch etwas sauberer wirken. Auch die Rock-Klischees und Song-Muster sind die selben. Aber warum auch nicht? Überraschend ist das alles zwar nicht, aber dennoch mehr als überzeugend. Fühlt es sich doch so an, als würde die Band mit diesem Album sogar mehr potenzielle Hits liefern als ihr das mit dem so umjubelten, selbstbetitelten Vorgänger (2014) gelungen ist.

Alle zehn neuen Tracks sind äußerst radiotauglich geraten. Melodiöse Rock-Monster. Das schwere „Lights Out“ etwa ist für die großen Arenen dieser Welt geschrieben worden. „Hole In Your Heart“ kommt mit einer ansprechenden Retro-Funk-Orgel daher und groovt richtig schick. „Sleep“ flirtet mit dem Hip-Hop, „She’s Creeping“ versprüht Siebziger-Jahre-Charme. „I Only Lie When I Love You“ überrascht mit dem Einsatz von Kuhglocken. „Hook, Line & Sinker“ ist wiederum straighter Blues-Rock. Wer da nicht fündig wird …

Ein Album, das geradezu danach schreit, live gehört zu werden.

Fazit: Festivaltauglich.

Anspieltipps: Lights Out, Hole In Your Heart, She’s Creeping, I Only Lie When I Love You

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