Roy Orbison – The Ultimate Collection

Roy Orbison - Ultimate Collection (foto: legacy recordings/sony music)

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9 Sony Music / Legacy / Roy's Boys LLC

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Obwohl die beiden Konkurrenten waren, sagte Elvis Presley mal über Roy Orbison, dass er ihn für einen der größten Sänger überhaupt halte. Warum, davon kann man sich nun mit Hilfe der gerade erschienenen Orbison-Werkschau „The Ultimate Collection“ ein Bild machen. Die neue Label-übergreifende Anthologie ist als Einzel-CD und als Doppel-LP-Set erhältlich.

Nein, wie man es auch dreht und wendet: Da fehlt in der Tat kein wichtiger Song des Mannes mit der dunklen Sonnenbrille und dem variationsreichen Organ. Der erste Überraschungshit „Ooby Dooby“, das an seine Frau gerichtete „Claudette“, die mega erfoglreichen Singles „Oh Pretty Woman“, „Only The Lonely“ und „You Got It“, mein persönlicher Favorit „I Drove All Night“ (das aber Cyndi Lauper zuerst populär machte) – alles dabei. Das unterscheidet diese Kollektion von vorher erschienene Best-Ofs des Country- und Rocksängers:  Die Sammlung umfasst Material aus vier Jahrzehnten und reicht von Orbisons Anfängen bei Sun Records Mitte der 1950er Jahre über die Jahre bei MGM Records bis hin zu seinem großen Comeback Ende der 1980er Jahre. Die Kollektion dokumentiert Orbisons Arbeit als Solokünstler und mit der Supergroup Traveling Wilburys (zu der auch George Harrison, Tom Petty, Jeff Lynne und Bob Dylan gehörten) bis zu seinem tragischen Herzinfarkt-Tod im Alter von 52 Jahren. Damit ist „The Ultimate Collection“ die erste Roy-Orbison-Compilation, die Songs aus all diesen Quellen enthält.

Die stimmige Auswahl traf dabei einer, der nah an Roy Orbison dran war: Sohn Alex. Er hatte dabei jede Menge Material zum Durchwühlen. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte Roy Orbison nämlich stolze 27 Studioalben, vier Livealben und mehr als 60 Singles, 22 davon erreichten die amerikanischen Billboard Top 40 Charts. “Es ist ein große Ehre für mich und meine Brüder, Wesley und Roy Jr., die Karriere meines Vaters endgültig und definitv auf einer einzigen Scheibe, so gut wie nur möglich und mit Sicherheit besser denn je, zusammenzufassen“, so Alex. “Das ist das Ergebnis jahrelanger Recherche, Archivarbeit und Hören des Materials. Es ist uns wirklich eine große und tiefempfundene Freude, dass wir diese Compilation mit der Welt teilen dürfen.” An der Produktion waren neben Orbison auch Chuck Fleckenstein und John Jackson beteiligt. Vic Anesini hat das Ding gemastert.

Der Autor Jeff State verfasste die Liner Notes für „The Ultimate Collection“ und ist auch als Co-Autor an der bald erscheinenden offiziellen Roy-Orbison-Biographie beteiligt.

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Fazit: Gelungene Werkschau.

Anspieltipps: Oh Pretty Woman, You’ve Got It, I Drove All Night

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