Rationale -Rationale

Rationale - Rationale (foto: warner music)

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7 Warner Music
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Was für eine Stimme: Rationale hat wirklich ein majestätisches Organ. So voller Soul. Das präsentiert er nun endlich auf seinem lange erwarteten, selbstbetitelten Debütalbum, das heute erschienen ist.

Rationale heißt eigentlich mit bürgerlichem Namen Tinashé Fazakerley. Der Mann ist schon ein bisschen rumgekommen: Geboren wurde der Gute in Zimbabwes Hauptstadt Harare, seit seiner Kindheit lebt er aber in der britischen Hauptstadt London. Dort machte er zunächst durch seine leidenschaftlichen Live-Shows von sich reden. Nach seinem ersten Konzert im doch recht intimen “Courtyard Theatre” folgten stetig größere Venues, ehe er Anfang 2017 binnen nur weniger Wochen das “Heaven” und  “Electric Brixton” ausverkaufte.

Noch ehe der Mann seine erste Platte auf den Markt brachte, spielte er die großen Festivals (darunter etwa Glastonbury, Secret Garden Party, Reading and Leeds, Latitude, Longitude, Barn On The Farm) und auch auf Bühnen in den USA (New York, Los Angeles, San Francisco und Chicago). Außerdem durfte sich der Gute bereits über 34 Millionen Spotify-Streams freuen, ehe die Welt so richtig wusste, wer er überhaupt ist.

Klar, dass man sein Debütalbum da mit viel Spannung erwartete. Das liegt nun endlich vor und umfasst neues Material sowie sozusagen ein Best-Of seiner bisherigen Laufbahn, darunter etwa „Fast Lane“, die Live-Hymne „Deliverance“ und das gefühlvoll-spirituelle „Prodigal Son“. Tolle Nummern, keine Frage, schade ist aber, dass man dem Guten einen Mainstream-Waschgang verpasst hat. Die düstere Edginess, die man von Rationale bisher gewohnt war, ist ein bisschen abhanden gekommen. Offenbar war man sich unsicher, ob man dem Publikum die Andersartigkeit seiner Musik zumuten kann und hat im letzten Moment den Mut verloren. Vielleicht hat sich die Veröffentlichung des Albums, das Rationale zum Großteil selbst produzierte (nur bei “Tumbling Down“ griff ihm Stint unter die Arme), deshalb so lange hingezogen.

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Fazit: Beeindruckender Erstling, trotz des Pop-Zuckergusses, den man noch eben schnell drüber goss.

Anspieltipps: Re.Up, Deliverance, Fast Lane

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