“Poygraph Eyes”: Yungblud mit Video zum Thema sexuelle Gewalt

Yungblud (foto: andrew whitton/universal music)

Ein Video mit starker Message: Dominic Harrison aka Yungblud thematisiert im Clip zu seinem neuen Song „Poygraph Eyes“ die Problematik sexueller Übergriffe in der Partyszene Nordenglands.

Hauptsächlich geht es dabei um sexuelle Belästigung und Vergewaltigung. Die Lyrics entstanden bereits vor 18 Monaten. Da war der Hashtag #meetoo noch nicht weltweit trending und Kevins Spacey noch für seine Rolle als Präsident Frank Underwood berühmt.

Doch wie viel gesellschaftliche Relevanz das Thema hat, wird jetzt auch in Yungbluds neuem Musikvideo deutlich. Der erst 19-Jährige betrachtet es dabei aus den Augen eines Millenials, der im Norden Englands aufgewachsen ist und die Problematik als allgegenwärtig empfindet: “This is a subject that has constantly been around me but never talked about. Up north there’s a repetition of sexual assault that for some reason is just accepted. A night would come to an end, pubs close, drunk girls stumble out after being filled with booze and are lead into a cab. I wanted to write a song that shines a light on this issue, a conversation that has been started and needs to remain at the forefront of our minds. I think people my age have the power to enact change”, schreibt Yungblud zu dem Song.

Seine Botschaft, mit der er seine eigene Generation zu mehr Aktivismus bewegen will, hat er nun auch in einem Musikvideo zu „Polygraph Eyes“ verpackt. Darin geht es um eine Frau, die im betrunkenen Zustand keine Kraft mehr hat, um sich gegen einen sexuellen Übergriff zu wehren.

Erst im Januar veröffentliche Yungblud seine erste gleichnamige EP und wurde sofort durch die legendäre britische Musikzeitschrift NME als „hyper-süchtig machender Mix aus Eminem und Johnny Rotten“ gefeiert. Und dass er nicht nur mit seiner alternativen Mischung aus Gitarrenhooks und Breakbeats punkten kann, sondern auch durch kritische Inhalte, beweist er mit diesem Video einmal mehr.

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