Pink – Beautiful Trauma

Pink - Beautiful Trauma (foto: ryan aylsworth/sony music)

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7 Sony Music

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Sie hat uns gefehlt: Ein ganzes Jahrzehnt lang beherrschte Pink mit ihren ebenso eingängigen wie frechen Pop-Hymnen weltweit die Charts. Dann wurden die Pausen zwischen den Alben immer länger und länger, und andere übernahmen das Zepter. Jetzt kehrt die Gute mit ihrem neuen Album „Beautiful Trauma“ aber zurück auf die große Show-Bühne.

In den vergangenen Jahren war es eher still um US-Superstar P!nk. Alecia Moore, wie die Gute mit bürgerlichem Namen heißt, nahm sich nach ihrem 2012er Album „The Truth About Love“, der anschließenden Tour und dem 2014er-Album „Rose Ave“ mit You+Me mehr oder weniger eine kleine Auszeit vom Musik-Biz – von wenigen Kollaborationen mal abgesehen. Der Grund: die Familie. Die gute Pink genoss die Quality Time mit ihren Lieben, wurde noch mal schwanger und brachte 2016 eine Tochter zur Welt, ihr zweites Kind mit dem Motocross-Fahrer Carey Hart, ihrem Göttergatten.

Nach all dem vielen Windelwechseln hatte die Gute aber mal wieder Bock auf Musik. Bereits seit Sommer hielt sie ihre Fans mit clever platzierten Teasern in Atem, nun ist ihr siebter Longplayer „Beautiful Trauma“ endlich erschienen. Der Longplayer umfasst 13 Songs, die allesamt von Pink mitgeschrieben wurden. Neben Steve Mac und Johnny McDaid arbeitete die Grammy-Preisträgerin dabei unter anderem mit Max Martin, Shellback, Jack Antonoff, Julia Michaels, Greg Kurstin und busbee zusammen.

Es ist ein Album, das beweist, dass Pink es auch in all den Jahren Studio-Abstinenz nicht verlernt hat, immer noch den Finger am Puls der Zeit hat und weiß, wie man eingängige Pop-Songs schreibt. Die vorab veröffentlichte Single „What About Us“ ist eine echte Pophymne, die in ihren besten Momenten etwas an „Dear Mr. President“ erinnert, wenn sie auch mit einem universelleren Ansatz daherkommt. Auch „Whatever You Want“ und das titelstiftende „Beautiful Trauma“ klingen wie typische Pink-Nummern. Auch beim Rap-Duett „Revenge“ mit Eminem weiß die Gute zu überzeugen, bei der flotten EDM-Nummer „I Am Here“ überrascht Pink den Hörer dann sogar mit einem Gospel-Chor.

Klar, inhaltlich ist das Ganze nicht der ganz große Wurf. Textlich bleibt Pink hier vielleicht nicht gerade blass, glänzt aber auch nicht. Nummern wie „But We Lost It“ überzeugen in dieser Hinsicht aber immerhin durch eine hohe Authentizität, verhandelt Pink doch hier dem Vernehmen nach ihre eigenen Ehe-Krisen.

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Fazit: Gelungenes Comeback, wenn auch wohl der ganz große Hit fehlt.

Anspieltipps: What About Us, Revenge, But We Lost It 

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