Phia – The Woman Who Counted The Stars

Phia - EP (foto: labelship)

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So schön kann Pop klingen: Die australische Künstlerin Phia bleibt sich auf ihrer neuen EP „The Woman Who Counted The Stars“ treu, entdeckt aber neue Spielarten.

„Wer es bisher noch nicht mitbekommen haben mag: Phia nennt sich das DIY-Projekt der Aussie-Indie-Pop-Künstlerin Sophia Exiner. Die Gute hat 2016 mit ihrem Debütalbum „The Ocean of Everything“ für Aufmerksamkeit gesorgt, bei dem vor allem der gekonnte Einsatz der Kalimba Eindruck beim Hörer hinterließ. Phia hatte sich das traditionelle, afrikanische Instrument extra über das Internet bestellt.

Nun legt sie mit der „The Woman Who Counted The Stars““ einen Nachfolger vor. Die EP umfasst fünf Tracks, aufgenommen in ihrer Wahl-Heimat Berlin und abgemischt in New York von Eli Crews (Tune-Yards, Deerhoof, Dear Reader). Eine kleine Song-Sammlung, die von der künstlerischen Reise einer jungen Frau erzählt, die sich in der Fremde zu einer echten Power-Frau entwickelt hat. Diese Idee von der starken Weiblichkeit spielt in den Liedern eine wichtige Rolle, wurde das Ganze doch auch durch Biografien weiblicher Pioniere der Wissenschaft inspiriert. Auch Björks Facebook-Post über die Kritik, der sie und andere weibliche Künstler ausgesetzt sind, wenn sie sich von Themen wie Beziehungen und Liebe distanzieren und lieber über Themen wie Atome, Galaxien oder Aktivismus schreiben, wird hier musikalisch verarbeitet.

Die fast schon zum Markenzeichen avancierte Kalimba kommt dabei natürlich ebenso zum Einsatz wie die Effekt-Geräte, mit denen die gute Phia schon auf der Debütplatte so gerne experimentierte. Dazu gesellen sich nun verzerrte Drums und Junior-Synths, Fuzz-Gitarren und Vintage-Casio-Keyboards. Kann man mal so machen.

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Fazit: Hörenswert.

Anspieltipps: The Woman Who Counted The Stars, Oxide

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