Pharrell Williams über „Blurred Lines“-Urteil: „Ende jeglicher Kreativität“

Pharrell Williams (Foto: Wikipedia/shawn ahmed)

Pharrell Williams hat erstmals öffentlich das Gerichtsurteil gegen ihn und Robin Thicke kommentiert. Die beiden wurden zu rund sechs Millionen Euro Schadensersatz verknackt, weil es sich bei ihrem gemeinsamen Hit „Blurred Lines“ um ein Plagiat von Marvin Gayes  „Go To Give It Up“ handeln soll.

In der US-Zeitschrift Financial Times lässt  Williams nun seinem Ärger freien Lauf: „Dieses Urteil wird jeden Künstler, egal ob er aus Musik, Mode, oder Design kommt, davon abhalten, Dinge umzusetzen, wo andere schon eine Vorarbeit geleistet haben. Wenn diese Art des Umgangs Methode wird, dann wird sich die Musikindustrie in Rechtsstreitigkeiten verlieren. Das ist die Konsequenz, wenn wir uns die Freiheit nehmen lassen, andere Menschen als Inspiration zuzulassen. Das würde das Ende jeglicher Kreativität bedeuten.“

Auch Filmproduzent Harvey Weinstein äußerte sich zu dem Thema: Ich finde das Urteil bedenklich. Es kann nicht sein, dass jede Kunst direkt unter Plagiatsverdacht steht. Wir alle stehen in Interaktion mit Dingen und lassen uns von Umwelteinflüssen inspirieren. Wir zitieren täglich. Das muss ein Grundrecht der Kunst bleiben.”

Die Gaye-Erben gaben an, dass Marvin Gaye das Urteil unterstützt hätte: „Würde er noch leben, dann wäre er sicher von der Gerechtigkeit dieses Urteils überzeugt gewesen.“