Pet Shop Boys – Fundamental

Pet Shop Boys (foto: label)

Our Rating

7 Parlaphone

7

Nächste Runde in der Re-Release-Reihe der Parlaphone-Studioalben der Pet Shop Boys: Nach „Nightlife“ und „Release“ ist nun „Fundamental“ dran, bei dem es für die Briten dereinst back to the roots ging.

Nach den beiden eher durchwachsenen Studioalben „Nightlife“ (1999) und „Release“ (2002) ließen sich die beiden Briten ein paar Jahre Zeit: Erst 2006 erschien „Fundamental“, das von Trevor Horn (Frankie Goes To Hollywood) produziert wurde und das Duo wieder zurück in die Erfolgsspur brachte – Top 10 im UK, Platz vier in Deutschland. Ein Comeback nach Maß – und das nicht nur kommerziell, sondern auch künstlerisch.

Da wäre etwa der Opener „Psychological“, eine düstere Electro-Rock-Nummer, bei der Neil Tennant endlich wieder als genialer Texter in Erscheinung tritt. Hat in seiner Machart was von Kraftwerk. Ein in seiner Reduziertheit durchaus überraschender Einstieg, gilt Produzent Horn doch als Verfechter des Bombast-Sounds.

Track Nummer zwei ist dann schon Horn-typischer: „The Sodom And Gomorrah Show“ ist Dance-Pop, wie er im Buche steht. Auch bei „Minimal“, „Numb“ (das angeblich ursprünglich für Aerosmith geschrieben wurde) mit seinen Orchesterparts und der Stadionhymne „Integral“ werden die wahren Vorlieben des guten Trevor offenbar. Bei dem aufgeregten „Integral“ werden die Pet Shop Boys dabei recht politisch, ebenso bei „I’m With Stupid“. Kritik wird dabei vor allem am damaligen britischen Premier Tony Blair geübt, doch auch der damalige US-Präsident George W. Bush bekommt sein Fett weg.

Balladen im klassischeren Sinne hingegen sind „I Made My Excuses And Left“ und „Casanova in Hell“. Beide Nummern sind überaus gelungen.

Neben dem remasterten Original-Album enthält die Edition ein „Further Listening“-Album mit 22 Tracks aus zusätzlichem Material, darunter Demos von unveröffentlichten Songs wie „Ring Road“. „One-Way Street“ und „Dancing In The Dust“ und bisher unveröffentlichten Mixen und Remixen.

Fazit: Gelungenes Comeback.

Anspieltipps: I Made My Excuses And Left, Casanova in Hell, Integral, I’m With Stupid, Numb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.