Neu im Plattenschrank: April 2014

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Eels – The Cautionary Tale of Mark Oliver Everett

Label: E Works/PIAS VÖ: 2014

Nein, Mark Oliver Everett stand nie unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens. Der mittlerweile 51-Jährige Leadsänger der Eels musste immer wieder schwere Schicksalsschläge hinnehmen – den Tod seiner Eltern etwa, den Selbstmord seiner Schwester oder den Tod seiner Cousine, die als Flugbegleiterin bei einem der 9/11-Flüge von den Flammen im WTC verschluckt wurde. Auch in Liebesdingen war ihm kein Glück vergönnt, seine Ehe hielt nur magere fünf Jahre. Auf „The Cautionary Tale of Mark Oliver Everett“, dem nummehr elften Studioalbum der Eels, zieht Everett nun eine Lebensbilanz. Herausgekommen ist eine äußerst intime Platte, auf deren 13 Tracks Everett mal bereut („Mistakes of my Youth“, „Series of Misunderstandings“, „Agatha Chang“), mit sich selbst abrechnet  („Dead Reckoning“, „Answers“), aber auch einen hoffnungsvollen Ausblick wagt („Where I’m Going“). Dem Ganzen mischt er Folk, Country und ein wenig Orcherster-Pop bei.

Fazit: Kammerpop at its best.

Anspieltipps: Agatha Chang, A Swallow in the Sun

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Lucius – Wildewoman

Label: PIAS VÖ: 2014

Es gibt heutzutage wenige Alben, die mich schon beim ersten Hören überzeugen, die sich regelrecht in die Seele einbrennen. “Wildewoman“ der Brooklyner Band Lucius ist eines dieser seltenen Werke, die vom ersten Augenblick an fesseln. Reines Ear Candy, wie die fabelhaften Stimmen der beiden Frontfrauen Jess Wolfe und Holly Laessig harmonisch miteinander verschmelzen. Getragen wird der herausragende Gesang von einem Sound, der von Girl Groups aus den 1960er Jahren inspiriert ist, von treibender Percussion, 80s Synth und einer Prise Folk. Florence Welche/Haim meet Phil Spector. Wolfe und Laessig, die ihre Zusammenarbeit bereits während des Studiums am College begannen und nun in 11 magischen Tracks gipfeln lassen, beweisen auf diesem Werk ein Gespür für Melodien. Das ist auch US-Talkshow-Gott Conan O’Brien nicht verborgen geblieben, der die Combo jüngst in seine Show einlud.

Fazit: Vielversprechendes Debüt!

Anspieltipps: Wildewoman, How Loud Your Heart Gets

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Paolo Nutini – Caustic Love

Label:Warner VÖ: 2014

In den vergangenen fünf Jahren war es eher still um Paolo Nutini. Mit „Caustic Love“ legt der schottische Sänger italienischer Abstammung nun endlich wieder ein neues Album vor. Und auf diesem hört er sich deutlich erwachsener an als auf den Vorgängern. Nutini bringt hier Funkrhythmen, soulige Vocals, die über jeden Zweifel erhaben sind, und heißen R&B zusammen. Mit Janelle Monae hat sich der 27-Jährige dazu auch eine renommierte Gastsängerin ins Boot geholt. Kein Wunder, dass sich das Ding direkt nach Veröffentlichung wie geschnitten Brot verkaufte. Gibt wahrscheinlich auch kaum bessere PR als eine Adele, die über das Video zur Single „Iron Sky“ twitterte: „F*ck, das ist eines der besten Sachen, die ich in meinem Leben je gesehen habe.“

Fazit: F*ck, das ist eines der besten Alben, die wir dieses Jahr gehört haben.

Anspieltipps: Scream (Funk Up My Life), Let Me Down Easy, Numpty, Better Man, Fashion

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Joan As Police Woman – The Classic

Label: PIAS/Rough Trade VÖ: 2014

„So gut wie jetzt ging es mir noch nie“, sagt Joan Wasser alias Joan As Police Woman – und man hört es ihrem neuen, nunmehr vierten Album auch an. Waren die Frühwerke der Musikerin aus Maine früher vor allem durch Melancholie geprägt, klingen die neueren Songs doch deutlich fröhlicher, optimistischer. Energiegeladener, keineswegs altbackener Soul und Doo-Wop, so lässt sich der Sound der Wahl-New-Yorkerin wohl am besten beschreiben. Für „The Classic“ hat Wasser mit ihrer Vergangenheit gebrochen und nicht mehr im bewährten Brooklyn-Studio mit Produzent Bryce Goggin aufgenommen. „Auf Platte klang die Band bisher immer zurückhaltender als auf der Bühne. Aber wir wollten jetzt diese Live-Energie und entschlossen uns, es ohne Produzent zu versuchen“, so Wasser. Und obwohl das Album opulent instrumentiert ist, klingt das Ergebnis keineswegs überladen.

Fazit: Beeindruckend, was die Ex-Freundin von Jeff Buckley da abliefert.

Anspieltipps: Witness, The Classic, Ask Me

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Joan Osborne – Love and Hate

Label: Membran/Sony VÖ: 2014

Liebe und Hass, das sind zwei Pole, das ist Gegensatz pur. Möchte man meinen. Nicht aber, wenn es nach der siebenfach für den Grammy nominierten Joan Osborne geht. Für die Sängerin sind Liebe und Hass miteinander verwandt, zwei bösartige Kumpane, die sie wie eine Marionette tanzen lassen, ihr Leben wie ein Spielzeug behandeln. Hat sich Osborne in den vergangenen Jahren vor allem dem Blues und dem R&B verschrieben, so wählt sie für ihr neues Album „Love and Hate“ einen poppigeren, von Strings geprägten Zugang. Dabei beweist sie ein Gespür für Melodien. Es sind einige Ohrwürmer dabei herausgekommen. Und ab und zu („Mongrels“) rockt Osborne dann sogar mal los.

Fazit: Easy on the ears.

Anspieltipps: Work on Me

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Liz Green – Haul Away!

Label: PIAS VÖ: 2014

Die gute Nachricht vorweg: Es gibt wenig Tote auf Liz Greens zweitem Album „Haul Away!“. „Obviously, I like to throw some death in there. I don’t want anyone to think I’ve changed too much. Actually, I think only one person dies on the album. The rest is open for debate“, scherzt die Folksängerin. Neben diesem einen Toten spielen unter anderem Kommunikation, Sprache, Heimat, Flucht, Reise, Mythologie, Liebe und, das Cover verrät’s, die See eine zentrale Rolle. Eine wunderbare Melange an Themen, die durch eine Mischung an Stilen getragen wird. Dominierendes Instrument ist das Piano, das mal schnell, mal langsam, aber immer äußerst geschickt zum Einsatz kommt. Insgesamt gelingt Green ein wärmeres, voller klingender Sound als auf ihrem Debüt „O, Devotion!“. Und dann diese Stimme!

Fazit: Nicht zu Unrecht kursiert mittlerweile der Spitzname „Merseyside Billie Holiday“.

Anspieltipps: River Runs Deep, Island-Song

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Samantha Crain – Kid Face

Label: Full Time Hobby VÖ: 2014

Americana at it’s best. „Kid Face“, das mittlerweile dritte Album der aus Oklahoma stammenden Singer/Songwriterin Samantha Crain, überzeugt durch eine sich durch Schlichtheit auszeichnende Eleganz. Die 26 Jahre junge Choctaw-Indianerin behauptet, dass „Kid Face“ ihr erstes 100 Prozent autobiografisches Album ist. Ob das so stimmt? Immerhin singt sie in „Taught to lie“: „Late in the night / I’ve learned how to tell the truth sometimes„. Egal. Wollen wir ihr hier also mal vertrauen, der guten Dame, die hier elf Songs präsentiert, die auf dem schmalen Grat zwischen tiefer Verwurzlung und rastloser Wanderlust balancieren. Getragen wird das zurückhaltend instrumentierte Werk von Crains robuster, und doch verletzlich wirkender Stimme.

Fazit: Wer noch einen Beweis brauchte, dass Crain das Zeug zur neuen Folk-Prinzessin hat, der hat ihn spätestens jetzt.

Anspieltipps: Never Going Back, Taught to lie

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Melanie De Biasio – No Deal

Label: PIAS VÖ: 2014

In ihrer Heimat Belgien und auch in Frankreich ist Melanie De Biaso bereits eine ganz große Nummer. Mit ihrem zweiten Album „No Deal“ will die Jazz-Sängerin nun auch in Deutschland Fuß fassen: sieben Nummern aus eigener Feder, minimalistisch gehalten, ohne viel Tamtam, ohne viel Zinnober – und insgesamt nur 33 1/3 Minuten kurz. Und die Stilrichtung? „Es ist kein Jazz“, sagt De Biasio. „Aber Jazz ist Teil des Ganzen“. Es ist ein Album zum Träumen geworden, ein Album der Entschleunigung. Und De Biasio präsentiert sich als elegante Chanteuse. Sie klingt dabei wie Billie Holiday – ohne dabei altbacken oder retro zu wirken. Schade, dass wir so lange auf dieses Werk warten mussten – in ihrer Heimat ist die Platte schon vor etwa einem Jahr erschienen.

Fazit: Perfektes Album zur Nacht.

Anspieltipps: I feel you, No Deal, I’m Gonna Leave You

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Marissa Nadler – July

Label: Bella Union/PIAS VÖ: 2014

Die „Lana Del Rey des Weird Folk“ hat sie das Rolling-Stone-Magazin kürzlich getauft – und damit liegen die Kollegen gar nicht mal so falsch. Elegante Schwermütigkeit durchzieht die elf Songs auf Marissa Nadlers sechstem Studioalbum „July“, das wieder auf der Grenze zwischen Acoustic Folk, Gothic und Dream Pop balanciert. Melissa Nadler, wie man sie eben kennt, aber das auf höchstem Niveau. Geholfen hat ihr bei diesem in Seattle aufgenommenen Album Produzent Randall Dunn, den man dafür verantwortlich machen mag, dass dieses Werk etwas dunkler als Nadlers vorangegangene Scheiben klingt. Und wüsste man es nicht besser, könnte man annehmen, dass Nadlers bezaubernde Stimme dereinst Homer zu seiner Sirenen-Sage inspiriert hat.

Fazit: David Lynch hätte seinen Spaß an diesem Album. Wir haben ihn jedenfalls.

Anspieltipps: Drive, I’ve Got Your Name, Nothing in my heart

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Mor Karbasi – La Tsadika

Label: Gibraltar Productions VÖ: 2013

Bei Mor Karbasi (27) handelt es sich um eine aus Jerusalem stammende Singer/Songwriterin, die mittlerweile – nach einem mehrjährigen Zwischenstopp in London – ihre Zelte im spanischen Sevilla aufgeschlagen hat. „La Tsadika“, das nunmehr dritte Album der Künstlerin, ist eine Hommage an Sol Hatchuel, eine jüdische Marokkanerin, die 1834 im Alter von 17 Jahren wegen Apostasie geköpft wurde. Sie hatte sich geweigert, zum Islam zu konvertieren. Ladino, gemixt mit Fado-, Flamenco- und Jazz-Elementen zeichnen das Werk aus. Karbasi bedient sich mit ihrem wundervollen Gesangsstil bei andalusischen, arabischen und Fado-Sängern. Das klingt alles sehr traditionell, wird aber in einem zeitgenössischen Gewand verpackt. Komponiert hat Karbasi die meisten Stücke übrigens selbst, die Texte stammen zum Teil von ihrer Mutter.

Fazit: Eine der neuen Diven der Weltmusik.

Anspieltipps: Cuando yo enfermi de amor, Sol la tsadika

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Blood Red Shoes – Blood Red Shoes

Label: Jazz Life/PIAS Coop. VÖ: 2014

Music made in Kreuzberg. Durchhaltevermögen hat die Kapelle ja. Seit mehr als 10 Jahren existieren Blood Red Shoes, und immer noch werden sie notorisch unterschätzt. Ob die vierte Platte das nun ändert? Explosive Riffs und einprägsame Hooks machen das Werk aus, das Laura Mary-Carter und Steve Ansell da nun auf den Markt gebracht haben. Garage-Rock vom Feinsten. Aufgenommen hat das Duo die selbstbetitelte Platte übrigens in Berlin und nicht der Heimat Brighton. Von ihrem Heimatort hatten sie ja nie eine sonderlich hohe Meinung, wie der Titel „It’s Getting Boring By The Sea“ dereinst verriet.

Fazit: Wir hören auf mit unterschätzen.

Anspieltipps: Everything All at Once, Behind a Wall

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East India Youth – Total Strife Forever

Label: Stolen Recordings/PIAS Coop VÖ: 2014

Nein, schlecht waren sie nicht: die Indie-Rocker William Doyle & The Fourfathers. Irgendwann war das, was die Band da in die Welt setzte, für Singer/Songwriter Doyle aber nicht mehr genug. Und so begann er im Jahr 2010, gerade mal 19 Jahre alt, in den Londoner Docklands an einem Solo-Album zu arbeiten. Während dieser Zeit, die Doyle als Isolation beschreibt, entdeckte der Brite Eletronica-Größen wie Brian Eno, Björk und Tim Hecker für sich, und ließ diese neuen Inspirationsquellen in sein Werk einfließen. Da ist das Eno-esque Ambient-Instrumental-Stück „Glitter Recession“ oder das an Mogwai erinnernde „Total Strife Forever“. Und bei „Hinterland“ sind wir bereits im Techno angekommen. Gesungen wird übrigens auch: „Heaven, How Long“ und „Looking for Someone“ runden das Doyl’sche Debütwerk ab. Am Ende bleibt der Eindruck, dass wir es hier mit einem neuen, ganz großen Talent zu tun haben.

Fazit: Wessen Konzerte von Brian Eno besucht werden, der hat es wohl geschafft.

Anspieltipps: Glitter Recession; Heaven, How Long; Song for a Granular Piano

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The Rambling Wheels – The Thirteen Women of III Repute

Label: Irascible Music VÖ: 2014

Sie sind zurückgekehrt von der dunklen Seite der Macht: Nach einem Abstecher in Richtung Disco-Rocks sind The Rambling Wheels zur schnörkellosen Rockmusik zurückgekehrt. „The Thirteen Woman of III Repute“, das vierte Album der Schweizer Combo, überzeugt durch eine Rückbesinnung auf den Gitarrensound. Entstanden ist die Platte übrigens sowohl in Neuenburg, der Heimat der Band, und in Kalifornien. In der ersten Single „Marylou“ sorgen düstere Klavierklänge für eine obskure Atmosphäre. Sehenswert: das Video dazu.

Fazit: Kein (Schweizer) Käse, sondern absolut hörbar.

Anspieltipps: Marylou, Shadows we Become

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Thus Owls – Turning Rocks

Label: Secret City Records VÖ: 2014

Liebe geht durch das Ohr – das trifft zumindest auf das transatlantische Pärchen Erika und Simon Angell zu. Die beiden lernten sich auf einem Gig kennen, an dem sie mit verschiedenen Bands teilnahmen. „Ich habe mich sofort in seinen Sound verliebt“, gesteht Erika. Wenig später waren sie verheiratet und „Thus Owls“ waren geboren. Mit „Turning Rocks“ veröffentlicht das schwedisch-kanadische Duo nun also seinen nächsten Silberling. Und auf diesem nimmt das Pärchen seine Zuhörer mit auf eine Zeitreise: Musikalisch, weil sich die Band einigen 60er-Jahre-Instrumenten bedient, und auch textlich, weil man sich beim Schreiben der Songs von Erikas Kindheit hat inspirieren lassen. Die Verbindung zwischen den kammerpophaften Lyrics und dem experimentellen Sound wirkt dabei keineswegs aufgesetzt, sondern organisch. Und über allem steht Erika mit ihrem eindrucksvollen Stimmumfang.

Anspieltipps: Kaufempfehlung.

Anspieltipps: As Long as We Try a Little, A Windful of Screams, Thief

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Mighty Oaks – Howl

Label: Universal VÖ: 2014

Dreistimmiger Satzgesang, akustische Gitarren und Mandolinen – das sind die Markenzeichen der Mighty Oaks und das ist es auch, was ihr Album „Howl“ ausmacht. Nordamerikanischer Folk also, der sich in Richtung Pop orientiert. Und da verwundert es ein bisschen, dass das Ganze nicht irgendwo im amerikanischen Nordwesten, sondern im deutschen Osten, genauer gesagt: im elektroschwangeren Berlin, aufgenommen wurde. Und dann auch noch von einer Kapelle, die nur zum Teil amerikanisch ist: Sänger Ian Hooper ist Amerikaner, sein Bandkollege Claudio Donzelli Italiener und Craig Saunders (Bass) Brite. Dennoch schaffen es die Mighy Oaks mit ihrer Musik, dem Zuhörer Washingtons Wälder vors innere Auge zu führen. Und nicht den Wannsee.

Fazit: Zum Träumen.

Anspieltipp: Seven Days

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Moscow Metro – Spirit of a City (EP)

Label:VÖ: 2014

Moscow Metro kommen woher? Na? Na? Na? Genau. Irland. Inspiriert zu ihrem außergewöhnlichen Namen wurde die vierköpfige Band aus Limerick durch einen ihrer frühen Proberäume. Eine zehn mal zehn Fuß große Metallbox inmitten eines alten Lagerhauses. In solch einer Umgebung schreibt man dann eben auch keine romantische Folk-Music, sondern lässt es richtig krachen. Post Punk/Shoe Gaze ist hier das Stichwort. Und das liefern Moscow Metro auch auf ihrer EP „Spirit of a City“. Hier schaffen sie zwar den Spagat zwischen Tristesse auf der einen und Optimismus auf der anderen Seite, letztlich hat das Werk aber schon einen dunklen Touch.

Fazit: Im Auge behalten. Kommen im Mai nach Deutschland.

Anspieltipps: Spirit of a City, Where it all ends

Backkatalog

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ABBA – Gold (40th Anniversary Edition)

Label: Polar Music VÖ: 2014 (1992)

ABBA ist derzeit wieder in aller Munde. Das schwedische Quartett feiert dieses Jahr Jubiläum. 40 Jahre ist es nämlich mittlerweile her, dass Björn, Benny, Agnetha und Frida beim Grand Prix mit ihrem Hit „Waterloo“ abgeräumt haben. Die Band feiert dieses freudige Ereignis mit diversen Deluxe-Wiederveröffentlichungen ihrer Alben, darunter auch eine 40th Anniversay Edition ihres Best-Of-Albums „Gold“, das Anfang der Neunziger wieder einen kleinen ABBA-Boom auslöste und wahrscheinlich dafür verantwortlich ist, dass man heute noch Retro-ABBA-Partys feiert. Die neue Edition enthält drei CDs: „Gold“, „More Gold“ und „Golden B-Sides“. Für ABBA-Neueinsteiger ist das eine ausreichende Werkschau, der Kenner entdeckt jedoch wenig Neues, da alle drei CDs in der Form schon mal auf den Markt gebracht wurden. Die-Hard-Fans werden sich darüber ärgern, dass es Songs wie „Happy New Year“ oder „People need love“ nicht auf eine der Silberlinge geschafft haben. Wer es nur auf eine kostengünstige Sammlung der großen Hits abgesehen hat, der liegt hier genau richtig. Die Neuauflage dieser Compilation hat es übrigens wieder auf Platz drei der deutschen Charts geschafft.
Fazit: Mamma Mia!
Anspieltipps: So Long, Should I Laugh Or Should I Cry, Man in the Middle + die Evergreens

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