Nerve

Nerve (foto: studiocanal)

Our Rating

8 Studiocanal

8

Wenn digitale Welt und Wirklichkeit miteinander verschmelzen: Im Thriller „Nerve“ lassen sich zwei Jugendliche auf ein gefährliches Abenteuer ein. Der Film liegt nun auf DVD und Blu-Ray vor (wir verlosen übrigens ein Fan-Paket zum Film).

Nein, Vee (Emma Roberts) hat kein einfaches Leben. Über den Tod ihres Bruders ist weder sie noch ihre Mutter wirklich hinweggekommen. Ein Umstand, der die beiden aneinander kettet. Und dann ist Vee zwar ausgesprochen hübsch und clever, aber dennoch auch eine Art schüchternes Mauerblümchen, dass immer im Schatten ihrer extrovertierten Freundin Sydney (Emily Meade) steht. Als Sydney Vee für das derzeit angesagte, aber illegale Online-Spiel „Nerve“ gewinnt, bei dem anonyme User den Akteuren Challenges stellen, sieht diese endlich ihren Moment gekommen, selbst Mal im Rampenlicht zu stehen. Angetrieben vom Kick des Verbotenen bricht Vee mit ihrem ebenso attraktiven wie geheimnisvollen Game-Partner Ian (Dave Franco) schnell alle Tabus: Keine Challenge ist ihnen zu gefährlich. Über Nacht werden Vee und Ian die Sensation des immer riskanter werdenden Spiels. Doch als Vee herausfindet, dass ihre Social-Media-Accounts gehackt wurden, und versucht, aus dem Spiel aussteigen will, muss sie feststellen, dass es dafür längst zu spät ist …

In Zeiten von „Pokémon Go“ und viralen Challenges kommt ein Film wie „Nerve“ zur rechten Zeit. Das Phänomen, dass sich junge Leute, angetrieben von der Gier nach Klicks und Likes, lächerlich machen oder sich sogar in große Gefahr begeben, ist längst keine Dystopie mehr. Auch nicht, dass unter dem Schutz der (vermeintlichen) Anonymität im Netz Grausamkeiten stattfinden. Ein Game wie „Nerve“ scheint daher auch nicht wirklich abwegig. Die Botschaft der Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman ist wenig subtil und überraschend, filmisch aber hervorragend umgesetzt. Die Geschichte wird rasant erzählt, nimmt sich aber in den richtigen Momenten Zeit. Bei den Challenges sind die Kamera-Einstellungen oft atemberaubend, etwa als ein Zug über einen User hinwegdonnert, als dieser sich gerade aufs Gleisbett gelegt hat. Und Dave Franco und Emma Roberts sind hier gut in Form, man nimmt ihnen ihre Figuren auf jeden Fall ab.

Anzeige

Fazit: Unheimlich spannend – trotz moralischem Fingerzeig.

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.