My Soundtrack: Wolfgang Schrödl (7fields)

7fields (foto: fredrik altinell)

Die meisten dürften Wolfgang Schrödl als Frontmann der Band Liquido kennen, die vor knapp 18 Jahren mit der Single „Narcotic“ große Erfolge feierte. Mittlerweile ist der Gute solo unterwegs und hat unter dem Namen 7fields ein Album veröffentlicht. Das heißt auch „7fields“, wurde von uns an dieser Stelle rezensiert, und beinhaltet vor allem Musik, die Schrödl schon immer mal machen wollte. Welche Musik der Mann hingegen schon immer gehört hat, hat er uns in dieser „My Soundtrack“-Folge verraten.

 

Cat Stevens – The Wind

Schwer zu entscheiden, welche Cat-Stevens-Nummer ich herauspicken sollte, aber eine muss in dieser Liste sein. Ich habe wochenlang nur seine Platten gehört bei meinem ersten mehrwöchigen USA-Aufenthalt. Hab ihn immer für die Arrangements und offenen, entwaffnenden Texte bewundert. Leider bis heute noch nie live gesehen, obwohl ich mir damals geschworen hab, dass – sollte er je wieder live auftreten – ich da hin pilgern werde… Es gibt auch ein ganz gutes „The Wind“-Cover von William Fitzsimmons, aber es geht doch nichts über das Original.

 

Leonard Cohen – I´m Your Man

Obwohl mich seine frühen reinen Singer-Songwriter-Stücke wahrscheinlich mehr beeinflusst und beeindruckt haben, bin ich wohl durch diese Nummer, neben „Tower of Song“, sein wirklicher Fan geworden. Außerdem eine rühmliche Ausnahme der 80er, die ich für ein ziemlich überschätztes Musikjahrzehnt halte. Jedenfalls für meinen Geschmack. Sehr schade, dass er im November gestorben ist. Großer Verlust. Vor einigen Jahren hatte ich zum Glück noch die Möglichkeit, ihn live zu sehen.

 

Queen – Nevermore

Queen hat phasenweise alles abgedeckt, was mich als Teenager an Musik begeistert hat. Ich hatte alle Alben. So hab ich dann wochenlang nur Queen aufgelegt, bis es meine Freunde nicht mehr hören konnten. Am meisten gefiel mir Freddies pompöses und verspieltes Songwriting, aber ich konnte allen vier Songwritern etwas abgewinnen. Die Alben waren ja teilweise ein stilistischer und produktionstechnischer Kessel Buntes. Ich hebe mal „Nevermore“ hervor, von meiner Queen-Lieblingsplatte „Queen II“. Geht wie ein Outro übergangslos aus „The Fairy Feller’s Master-Stroke“ hervor, aber ich fand es immer eigenständig und konnte mich an dem Lied nicht satthören.

 

Weezer – El Scorcho

In den gesamten 90ern hat mich keine Band so begeistert wie Weezer. Nach dem Grunge kam auf einmal so ein lebensbejahendes Gitarrenbrett daher, mit schamlos poppigem Songwriting. Hab ich hoch und runter gehört. Ihre zweite Platte „Pinkerton“ ist meine liebste, leider ist sie aber wohl für ihre Verhältnisse gefloppt, weshalb sie danach etwas von ihrem Mut und Charme verloren haben… Schade.

 

Bill Withers – Lean on me

Bill Withers ist für mich in zweierlei Hinsicht ein Vorbild. Erstens verstand er es wie fast kein Zweiter, seine Songs auf das Wesentliche zu reduzieren. Und das gehört zu den schweren Dingen beim Produzieren, das kennen wohl die meisten Musiker. Und zweitens imponiert mir sein entspannter und unaufgeregter Rückzug aus dem Musikzirkus. Ich hab immer wieder mal meine Bill-Withers-Phase, wo ich über ihn recherchiere und seine Musik dazu höre.

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