My Soundtrack: Willy Theil (Mainfelt)

Mainfelt (foto: pr)

Die Südtiroler Folk-Rock-Band Mainfelt steht für handgemachte Musik, die von Herzen kommt. Anfang des Jahres hat die Gruppe mit „Backwards Around The Sun“ ein neues Album vorgelegt, das komplett während einer Live-Situation im „Little Big Beat Studio“ in Liechtenstein aufgenommen wurde, um dem Zuhörer ein gewisses Konzert-Feeling mitzugeben. Die Platte atmet den Spirit des Lebens on the road. Welche Songs Mainfelt-Drummer Willy Theil sehr wahrscheinlich on the road hört, das hat er uns in unserer neuen „My Soundtrack“-Episode verraten. 

 

Freddie Mercury – Living On My Own

Der Kultsong von Freddie Mercury ist gleich alt wie ich und wahrgenommen hab ich ihn in der Grundschule. Ich hatte zu der Zeit alle Songs, dir mir gefielen, vom Radio auf Kasette aufgenommen. Als ich zum ersten Mal „Living On My Own“ hörte, war ich so hin und weg, dass ich vergessen hatte, auf „Record“ zu drücken. Danach ging mir die Melodie monatelang durch den Kopf aber ich konnte den Song einfach nicht mehr finden. Zu der Zeit war das ja auch noch schwieriger als heute. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich den Song wiederentdeckt hatte, aber ich erinnere mich noch an das Gefühl. Es war, wie einen verlorenen Schatz aus meiner Kindheit wieder zu finden. 😀

 

System of a Down – Spiders

Beinahe mein gesamter Freundeskreis war vor etwa 15 Jahren geradezu in einem System of a Down-Fieber. Der Sound lief überall: Im Discman, beim feiern, beim Snowboarden, zu Hause, im Jugendzentrum. Die Band hat so viele geile Songs geschrieben, dass es mir fast schon schwerfällt, mich auf einen festzulegen. „Spiders“ war vermutlich aber der Song, den ich alleine am öftesten gehört habe. Mit geschlossenen Augen hab ich die Kraft der Melodie und der Stimme Serj Tankians nur so aufgesaugt. 🙂

 

Tocotronic – 17

Nachdem ich sechs Jahre lang in zwei verschiedenen Metal-Bands gespielt habe, bei denen die Songs, Melodien und Rythmen immer komplizierter wurden, gab es bei mir einen musikalischen Umbruch. Und zwar das genaue Gegenteil. So habe ich Tocotronic entdeckt. Die Diskurs-Rocker aus der Hamburger Schule waren mit ihren einfachen Akkorden und dieser leiernden, schwermütigen Stimme genau das Richtige. Der Sound hat mich beruhigt und gleichzeitig inspiriert. Jahrelang hab ich mir ihre Alben reingezogen. Der Song „17“ war dabei meine elfminütige Reise.

 

Portugal. The Man – Shade

Der Song hat mich eigentlich durch meine gesamte Studienzeit begleitet. Ich war zu der Zeit grundsätzlich von Portugal. The Man begeistert, aber „Shade“ hat es mir besonders angetan. Vor allem hat mich die Band auch musikalisch über Jahre geprägt.

 

Radiohead – Street Spirit

Ich habe den Song im Vergleich zum restlichen Radiohead-Repertoire vergleichsweise spät für mich entdeckt. Das Album „The Bends“ war irgendwie an mir vorbeigezogen. Zeitmäßig waren wir schon bei „The King of Limbs“ und meine intensive Radiohead-Zeit war damit auch vorbei. „Street Spirit“ hat mich aber wieder komplett zurück katapultiert und mir wiederum bewiesen, dass die Band und ihre Entwicklung einfach genial ist.

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