My Soundtrack: Sibel Kekilli

Sibel Kekilli (foto: wikipedia/césar)

„Gegen die Wand“, „Tatort“, „Game of Thrones“  – Sibel Kekilli gehört derzeit zu den gefragtesten und interessantesten deutschen Schauspielerinnen. Trotzdem nahm sich der 34-jährige Kino- und TV-Star die Zeit, an unserer My-Soundtrack-Reihe mitzuwirken.

1. Elvis Presley – Heartbreak Hotel

Als ich noch klein war, musste die ganze Familie immer deutsches Fernsehen schauen, weil es keine türkischen Sender gab. Deshalb sind wir nicht nur mit Roy Black und vielen indischen Filmen auf Beta oder VHS aufgewachsen, sondern auch mit Elvis Presleys Filmen. Ich glaube, er war der erste Musiker, in den ich verliebt war. Ich wollte unbedingt in dieser Zeit leben, Rock’n’Roll tanzen und nach Amerika auswandern.

2. Sade – Bring Me Home

Wunderschöne Frau, wunderschöne Stimme und obwohl ich kein ausgesprochener Konzertgänger bin, habe ich sie doch live gesehen. Ohne aufwändige Licht- und Bühnenshow war das einer der beeindruckendsten Auftritte, die ich je erlebt habe. Den Song hab ich auf meinem Road Trip vor ca. drei Jahren durch die USA rauf und runter gehört. Der Text ist so voller Poesie und passt wunderbar zur Landschaft die zwischen L.A., Santa Barbara, San Francisco und Las Vegas im Auto an einem vorbeizieht.

3. Sezen Aksu – Gülümse

Ich höre wenig türkische Musik. Sezen Aksu allerdings habe ich schon immer gehört und ihre Musik spielt auch in „Gegen die Wand“ eine große Rolle. Dank Fatih Akin habe ich sie sogar hier in Hamburg zum Essen getroffen. Sie ist eine so unglaublich lustige und energievolle Frau. Auf der Bühne erzählt sie immer mal wieder Geschichten aus ihrem Leben, etwa wie sie aus Eifersucht auf ihren damaligen Freund losgegangen ist, aber in einer so witzigen Art und Weise, dass man einfach lachen muss und denkt: typisch türkisch eben. Deutsche Männer würden vor so einer Frau wohl eher wegrennen, bei den Türken gehört das eben dazu und sie wird beinahe wie eine Nationalheilige verehrt.

4. Bo Kaspers Orkester (Band)

Die Musik dieser Band ist ein Überbleibsel aus meiner finnischen Zeit. Fast zwei Jahre lang habe ich mehr Zeit in Finnland als in Deutschland verbracht. Zwar ist das Bo Kaspers Orkester eine schwedische Band, aber da Finnland und Schweden gewissermaßen durch eine Hassliebe verbunden sind, beeinflussen sich die Kulturen natürlich gegenseitig. Die Musik, und vor allem die schwedische Sprache darin, wirken einfach wunderschön.

 5. Lily Allen –  It’s not me, it’s you (Album)

Das ganze Album ist einfach richtig gut. Lustigerweise habe ich erst mit zwei Jahren Verspätung heraus gefunden, dass mein“ Game of Thrones“-Kollege Alfie, Lilys Bruder ist. Ich wusste zwar, dass beide den gleichen Nachnamen tragen, aber bin nie auf die Idee gekommen, dass sie Geschwister sein könnten.

6. Shantel (Band)

Shantel begleitet mich mit ihrem Balkan Pop schon seit Jahren. Da ich ja türkische Wurzeln habe, fühle ich mich dieser Musikrichtung irgendwie sehr verbunden. Stefan (Shantel) und sein Bucovina Club Orkestar habe ich oft live erlebt. In Clubs oder sogar auf der Aftershowparty des europäischen Filmpreises. Jedes Mal ist es ein spezielles Erlebnis, weil einfach alle tanzen, ganz egal, aus welchem kulturellen Umfeld sie auch kommen. Und das geht dann immer bis zum Morgengrauen.

7. Metallica – Nothing Else Matters

Als ich den Song für mich entdeckte, war ich gerade 13 und eher für Mädchen-Musik á la Backstreet Boys zu haben. Aber dieser Song hat mich so berührt, dass ich danach angefangen habe ganz langsam Metallica für mich zu entdecken. Die härteren Metal-Songs sind leider immer noch nichts für mich, aber das schwarze Album ist schlichtweg grandios und irgendwie würde ich die Band gerne mal live erleben.