My Soundtrack: Nicki Bluhm

Nicki Bluhm (foto: lauren massie)

Nicki Bluhm, die mit ihren Gramblers gerade das neue Album „Loved Wild Lost“ veröffentlicht hat, wird mit ihrem rockenden Vintage Country Soul gerne mal mit Amy Winehouse, Etta James oder Janis Joplin verglichen. Ob sich das auch in ihrer ganz persönlichen Soundtrack-Liste widerspiegelt? Die Kalifornierin verrät’s uns.

 

 

1. The Kinks – Waterloo Sunset
I first heard this song on the radio when I was 22 years old living in San Diego. I wasn’t familiar with The Kinks at the time but hearing this song got me hooked. I love the thoughtful arrangement of the song and the sunny angle despite the sad undertones. You can almost see the sun going down when you listen.

Mit 22 Jahren hörte ich den Song erstmals im Radio, als ich noch in San Diego lebte. Ich kannte mich mit den Kinks damals nicht aus, aber mit dem Song hatten sie mich direkt am Haken. Ich mag das durchdachte Arrangement und den sonnigen Ansatz trotz der traurigen Untertöne. Man kann fast den Sonnenuntergang vorm inneren Auge sehen, wenn man zuhört.

 

 

2. The Band – Makes No Difference
There are certain songs that I always seem to return to for comfort and this is one of them. It touches on one of the most common and simple human emotions, suffering. Some songs make you feel happy, others bold and empowered, but this one is like a long, warm comforting hug and the best part is it’s there for you at any moment. Sonically the harmonies kill me. I’m a major sucker for male harmony singing.

Es gibt da bestimmte Songs, die ich höre, wenn ich Trost und Wärme brauche. Das ist einer von ihnen. Er beschäftigt sich mit einer der häufigsten und einfachsten menschlichen Emotionen, dem Leiden. Manche Songs machen einen fröhlich, andere stark und kraftvoll, aber dieser fühlt sich wie eine tröstende, warme Umarmung an. Und das Beste: Sie ist zu jeder Zeit verfügbar. Die Harmonien bringen’s hier einfach. Ich liebe männlichen Harmonie-Gesang.

 

3. Joni Mitchell – California
When I was 19 I was studying marine science abroad in South Caicos. My bunk mate played a lot of Joni Mitchell and I remember this song coming on and feeling an immediate connection to it. The connection wasn’t just because I was homesick for my home state, rather that a native Canadian had such an affinity for it. There is an ease in California, a way about it and I think this song honors that specialness.

Als ich 19 war studierte ich im Ausland Meereskunde, in South Caicos. Mein Sitznachbar spielte oft Joni Mitchell, und ich erinnere mich, wie ich diesen Song erstmals hörte und sofort eine innere Verbindung zu ihm spürte. Nicht nur, weil ich Heimweh nach meinem Heimatstaat verspürte, sondern weil eine gebürtige Kanadierin so eine Affinität zu ihm hatte. Kalifornien hat diesen ganz besonderen Vibe und dieser Song macht ihm alle Ehre.

 

4. Jason Isbell – If it Takes a Life Time
I think this song is perfect. From the arrangement, to the licks, to the lyrics. It hit me hard the first time I heard it and even more so the many times following. Jason is an incredible songwriter and I am so grateful to have someone like him making modern music in such a tasteful way. He speaks so honestly and is able to make the present times (despite the take over of technology, crazy politics and environmental demise) seem idyllic.

Ich denke, dieser Song ist perfekt. Das Arrangement, die Licks, die Lyrics. Er hat mich echt umgehauen, als ich ihn das erste Mal hörte und auch jedes Mal danach. Jason ist ein unglaublicher Songwriter und ich bin dankbar, dass es einen wie ihn gibt, der moderne Musik auf eine solch geschmackvolle Weise macht. Er ist so ehrlich und schafft es dabei, die Gegenwart (trotz der Technisierung, verrückter Politik und der Umweltzerstörung) idyllisch erscheinen zu lassen.

 

5. Whitney Houston – How Will I Know
I used to call Whitney Houston my „guilty pleasure“ but I realize I don’t feel guilty at all! Her voice is one of the very best and I spent a lot of time listening to her as a young girl. I used to sing this song in the shower all the time. It was relevant then as a 6 year old and it still is now. I guess I’ll always have a love for 80’s pop music.

Whitney Houston nannte ich früher immer mein „guilty pleasure“, aber ich merke: Ich fühle mich dabei überhaupt nicht schuldig. Ihre Stimme war immer eine der besten und als kleines Mädchen hörte ich sie sehr gern. Ich sang den Song immer unter der Dusche. Er war mir wichtig, als ich sechs Jahre alt war – und ist es heute noch. Ich denke, 80er Jahre Pop werde ich immer mögen.