My Soundtrack: Miu

Miu (foto: elena zauck)

Mit „Watercoloured Borderlines“ hat Miu gerade ihre Debütplatte vorgelegt. Eine Platte, auf der die Genre-Grenzen mehr oder weniger verschwinden. Ist es Pop? Oder mehr Jazz? Für uns hat sich die Gute Zeit für unsere „My Soundtrack“-Reihe genommen.

 

1. Ella Fitzgerald – Cry Me A River
Justin Timberlake war mega angesagt. Ich hab „Cry Me A River“ von Justin damals mit 14 oder 15 im Netz gesucht und den alten Jazzsong, gesungen von Ella Fitzgerald, gefunden. Ab da an hab ich mich mit den älteren Vocalisten beschäftigt, die den Boden für den heutigen Soulgesang überhaupt bereitet haben.

 

2. Amy Winehouse – You Sent Me Flying
Ich habe durch meinen ersten Gesangslehrer zu Amy Winehouse gefunden, als sie gerade ihr erstes Album veröffentlicht hatte. Und war sofort gefesselt davon, wie rotzig sie sang, wie jazzig und was für plakative „in your face“-Texte sie schrieb. Sie war definitiv ein Vorbild dafür, einfach zu schreiben „wie einem der Schnabel“ halt wächst.

 

3. Radiohead – High and Dry
Ich hege eine tiefe Liebe zu Radiohead und finde immer etwas Neues in den Songs, wenn ich sie länger nicht gehört habe. Radiohead höre ich vor allem dann, wenn mich irgendwas beschäftigt, ich nachdenke, stimmungs-technisch zwischen nicht-so-gut-drauf und aufbruchs-mäßig drauf bin.

 

4. Donny Hathaway – You’ve Got A Friend
Donny Hathaway ist einer der größten Sänger, die es in den letzten 100 Jahren gegeben hat, finde ich. Und eines meiner Lieblingsalben hat er live im „The Bitter End“ in NYC aufgenommen. Bei dem Song singt der ganze Laden inbrünstig und voller Leidenschaft den Refrain mit. Dieser Club hat einfach soviele Credits, dass es albern wäre, diese hier aufzuzählen. Umso prägender war es für mich, dass ich dort einmal spielen durfte. Nach meinem Auftritt dort kündigte ich meinen Job in einer Werbeagentur und entschloss mich dazu, nur noch Musik zu machen.

 

5. John Mayer – I’m Gonna Find Another You
Schönster und zuversichtlichster Liebeskummersong überhaupt. Isso.