My Soundtrack: MiMi

MiMi (foto: tom beard)

Im zweiten Teil unserer neuen „My Soundtrack“-Reihe erzählt uns MiMi (Müller-Westernhagen), welche fünf Songs in ihrem Leben eine entscheidende Rolle gespielt haben. Wer weiß, vielleicht kommt da bald ein sechster hinzu: Gerade erst hat sie nämlich mit „Get Me Back“ das Titellied zu „Love, Rosie – Für immer vielleicht“ veröffentlicht, der seit Ende Oktober in den Kinos läuft.

1) Fleetwood Mac – Landslide 

This was the first song that made me cry and still does without fail every time. I was a huge Fleetwood Mac fan when I was really little. I used to tie scarves round my head and dance around pretending to be Stevie Nicks but this song had a deeper effect on me. It made me realise what music can do and how powerful it can really be. Its so real, so moving and utterly perfect.

Das war der erste Song, der mich zum Weinen brachte – und der das auch heute immer noch jedes Mal schafft. Ich war ein riesengroßer Fleetwood-Mac-Fan, als ich klein war. Ich habe damals Schals um meinen Kopf gewickelt, bin herumgetanzt und habe Stevie Nicks gespielt, aber der Song hatte einen noch tiefer gehenden Effekt auf mich. Er machte mir klar, was Musik zu leisten vermag und wie mächtig sie sein kann. Der Song ist so echt, so bewegend und einfach perfekt.

2) The Cranberries – Pretty 

I got into the Cranberries through a friend and at school I was obsessed with the movie ‚Empire Records‘. We’d rented it by mistake one evening and there was a song on there which had this voice in there that grabbed me. I bought the album, ‚ Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?‘  and the song ‚Pretty‘ was on repeat on my CD player for about a year. That guitar sound with that simple riff and the way it seems to turn around and around without jolting you into some crude, cheesy chorus. But most important this was that female power and energy without losing a single ounce of femininity and somehow remaining fragile yet firm.

Zu den Cranberries bin ich über einen Freund gekommen. Zu Schulzeiten war ich besessen von den Film „Empire Records“. Wir hatten ihn eines Tages mal aus Versehen ausgeliehen, und da war dieser Song mit dieser Stimme, die mich einfach packte. Ich habe dann das Album „Everybody Else is Doing It, So Why Can’t We?“ gekauft – und der Song „Pretty“ lief daraufhin in meinem CD-Player ein Jahr in Dauerschleife. Dieser Gitarren-Sound mit diesem simplen Riff … Der Song ging richtig ab, ohne sich aber in einem kitschigen Chorus zu verlieren. Da war aber auch vor allem diese geballte weibliche Kraft und Energie, die aber bei alldem nie ihre Femininität verlor und sowohl zerbrechlich als auch stark wirkte. 

3) Radiohead – How to Disappear Completely 

I had a shit time at school. I just didn’t get the whole ‚being social‘ thing. The bitchy groups, the way everything you did was watched by everyone and somehow analysed, patronising teachers… pretty much everything about the whole experience sucked. This song and the album it came from made a world to escape to. This song transported me on harmonies played by beautiful strings far from my late homework and lack of friends. They should give it on prescription.

Ich hatte eine Scheiß-Zeit in der Schule. Ich war einfach nie der gesellige Typ. Diese zickigen Gruppen, das Ständig-beobachtet-und-analysiert-werden, die Bevormundung durch die Lehrer – einfach alles an dieser Erfahrung war kacke. Dieser Song und das Album, auf dem er sich befand, eröffneten mir eine Welt, in die ich flüchten konnte. Das Lied transportierte mich auf seinen Harmonien – gespielt von schönen Streichern – weg von meinen Hausaufgaben, bei denen ich mal wieder zu spät dran war, und meinem Mangel an Freunden. Man sollte ihn auf Rezept verschreiben.  

 

4) Pixies – Levitate Me 

The Pixies are just pure beautiful raw energy. Nothing has been cleaned up or taken out. I remember the excitement of first hearing their music and just becoming addicted to them. I’ve picked this particular song because I loved the way it bubbles up and boils over.

Die Pixies sind einfach schöne, rohe Energie. Da ist nichts geschminkt oder poliert. Ich erinnere mich an die Aufregung, die ich verspürte, als ich das erste Mal ihre Musik hörte. Ich wurde direkt süchtig. Ich habe diesen speziellen Song gewählt, weil ich es liebe, wie er langsam zu blubbern anfängt und schließlich überkocht.

5) Drew McConnell’s Helsinki – Another Light 

This is a very recent discovery of mine that I have been really enjoying. This song has that true private quality to it that feels like nobody was meant to hear it. Its like discovering a secret message. I love it.

Das hier ist eine noch sehr junge Entdeckung, die ich gerade erst getätigt habe und die ich sehr genieße. Der  Song hat sozusagen eine intime Qualität, fast, als wäre er gar nicht dafür geschaffen worden, dass ihn jemand anderes zu Hören bekommt. Es ist so, als würde man eine geheime Botschaft entdecken. Ich liebe ihn.

2 Comments

Comments are closed.