My Soundtrack: Miaoux Miaoux

Miaoux Miaoux (foto: rough trade)

Den Glasgower Produzenten Julian Corrie kennt man vor allem unter seinem Pseudonym Miaoux Miaoux. Sein Ding? Spacey Hypercolour Indie Dance Pop. Gerade ist sein neues Album „School of Velocity“ erschienen. Uns verrät der Gute in „My Soundtrack“, welche Einflüsse ihn dorthin gebracht haben.

1) Boards of Canada – Telephasic Workshop

I guess there aren’t many perfect pieces of music, but I think this is one of them. I had a friend at school who was into all this strange music, and burned me a CD of Boards of Canada and I was just completely blown away. I didn’t really understand it, it was totally unlike anything I’d heard up until then. This track in particular – you can’t follow the harmonic structure really, there is a loop in there somewhere! Those stutters, those chopped up vocals, that ‘Boards of Canada’ voice. So dark, and weird, and essential.

Ich glaube, es gibt nicht so viele perfekte Musikstücke, aber das ist, denke ich, eines davon. Ich hatte einen Freund in der Schule, der sich für diese ganze seltsame Musik interessierte, der brannte mir eine CD von Boards of Canada und ich war wie weggeblasen. Ich habe es aber nicht ganz verstanden, es war ganz anders als das, was ich vorher gehört hatte. Dieser Track im Speziellen – man kann der harmonischen Struktur nicht wirklich folgen, da gibt es irgendwo einen Loop. Das Gestotter, die abgehackten Vocals, diese Stimme von Boards of Canada. So dunkel, verrückt und essenziell.

 

2) Underworld – Dark and Long (Dark Train)

This was on a Pete Tong compilation that I had on cassette, haha, and one of the first proper techno tunes I remember hearing. It reminds me of going to Austria when I was 14, watching snow covered mountains drift past the car window as night drew in, and streetlights rushing by. Totally transportive music, and still sounds fresh even though it’s over 20 years old.

Das stammt von einer Pete-Tong-Compilation, die ich auf Kassette hatte, haha, und war einer der ersten Techno-Tracks, die ich mich erinnere, gehört zu haben. Er erinnert mich an meine Österreich-Reise als ich 14 war, die schneebedeckten Berge, die ich aus dem Autofenster aus vorbeiziehen sah, als die Nacht hereinbrach, und Straßenlichter. Sehr transportive Musik, und sie hört sich immer noch frisch an, obwohl sie schon 20 Jahre alt ist.

 

3) Liquid Liquid – Cavern

Again, when I was at school, I used to watch a lot of MTV2, when they played a huge variety of stuff (I think I heard Aphex Twin for the first time there) and I remember this track in particular. It had this awesome animated video. I remember just loving the groove so much, the yelping, distant vocals, and how unusual it was to have a track that was basically just bass and drums.

Als ich noch zur Schule ging, habe ich mir eine Menge MTV2 angeschaut, als die dort noch eine ganze Bandbreite an Zeug spielten (ich hörte dort wohl auch Aphex Twin zum ersten Mal) and ich erinnere mich an diesen Track ganz besonders. Es gab da dieses wunderbare animierte Video dazu, ich liebte den Groove einfach, das Kläffen, die distanziert wirkenden Vocals, und wie unüblich es war, dass ein Song nur aus Bass und Schlagzeug bestand.

 

4) Steve Reich – Music for 18 Musicians

A massive influence on a lot of electronic music producers these days it seems. I learned about Reich at university, studying music, and became pretty obsessed with this piece. I love his understanding that slow change within repetition can be just as powerful, if not more so, than standard structures. It’s just really beautiful.

Es scheint, als sei das ein massiver Einfluß auf viele Produzenten elektronischer Musik heutzutage. Ich bin mit Reich erstmals an der Uni in Berührung gekommen, ich habe Musik studiert, und war von dem Stück wie besessen. Ich mag sein Verständnis von der Tatsache, dass ein langsamer Wechsel in einer Wiederholung ebenso kraftvoll sein kann wie Standard-Strukturen. Es ist einfach sehr schön.

 

5) Fleetwood Mac – Seven Wonders

My older sister had the CD of ‘Tango in the Night’ and played it all the time. Definitely responsible for my love of 80s polyphonic synths, along with the mixtapes she made – Thomas Dolby, Nik Kershaw etc. It’s also a really great song! I want to sample the opening chords so badly but I think I’d get sued into the ground.

Meine ältere Schwester besaß die CD „Tango in the Night“ und spielte sie die ganze Zeit. Ist auf jeden Fall für meine Liebe zu Achtziger-Jahre-Synthies verantwortlich, neben den Mixtapes, die sie fabriziert hat – Thomas Dolby, Nik Kershaw etc. Ein großartiger Song. Ich würde gerne die Opening Chords samplen, aber man würde mich wohl in Grund und Boden verklagen.

 

6) Dave Brubeck Quartet – Blue Rondo A La Turk

I grew up playing and listening to a lot of jazz, and my Dad bought me this album when I was maybe 9 or 10. It’s been hugely influential on me, I loved the odd time signatures, the drumming (whenever I try and play drums I subconsciously try and play like Joe Morello) and the melodies are completely killer. It influenced me to try and write melodies that were strange but could also get stuck in people’s heads.

Ich wuchs damit auf, Jazz zu hören und zu spielen. Mein Dad kaufte mir das Album, als ich wohl 9 oder 10 war. Es hat mich sehr beeinflusst, ich mochte die seltsamen Taktangaben, das Drumming (immer wenn ich Schlagzeug spiele, versuche ich unbewusst so zu spielen wie Joey Morello) und die Melodien sind einfach Killer. Es beeinflusste mich so sehr, dass ich versuchte, Melodien zu schreiben, die seltsam waren, aber trotzdem in den Köpfen der Menschen hängen bleiben.

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