My Soundtrack: Martin (The Great Faults)

The Great Faults (foto: sascha bertoncin)

Musik aus dem Ruhrgebiet? Da denkt man unweigerlich an Herbert Grönemeyer. Mit The Great Faults schicken sich aber nun zwei talentierte Musiker aus Mülheim an der Ruhr an, den musikalischen Ruf des Ruhrgebiets aufzupolieren. Gerade haben die Indie-Rocker ihr neues Album „Trust“ veröffentlicht. Sänger Martin nahm sich außerdem für unsere „My Soundtrack“-Rubrik Zeit. 

 

1. Nirvana – Serve the Servants

Nirvana ist eine Band, die uns beide sehr beeinflusst hast. Gecovert haben wir beide nie, daher habe ich auch kaum Gitarrenriffs rausgehört und mir lieber eigene Riffs überlegt. Der Song „Serve the Servants“ ist einer der wenigen, bei denen ich rausfinden wollte, wie er geht, weil er mich so gepackt hat.

 

2. John Lennon – Stand By Me

Klar, die Beatles haben viele Musiker beeinflusst. Ich nenn‘ jetzt aber mal den Coversong „Stand by Me“ von einem Lennon-Soloalbum, denn er befindet sich auf der Platte, die ich als Kind als erstes gehört habe. Ihn verbinde ich bis heute mit Gänsehaut. Dass es von dem wahnsinnigen Phil Spector produziert wurde, ist mir vor kurzem erst aufgefallen. … Weiß nicht, ob das die Produktion war, bei der er im Studio mit einem Revolver rumgeballert hat.

 

3. Delta Spirit – Bushwick Blues

Eine relativ junge Band, daher begleitet sie uns noch nicht lange. Doch für mich die perfekte Fusion aus Nirvana und John Lennon. Jedenfalls auf den ersten drei Alben. Hört man vielleicht nicht sofort raus, aber das liegt daran, dass lediglich der „spirit“ drin steckt und sie nicht einfach nur Sound kopieren.

 

4. Neil Young – Heart of Gold

Neil Young wurde ja nachgesagt, dass er der Urvater des Grunge sei. In unseren Augen ist er nicht nur das, sondern auch der Urvater des Indierock. Das Album „Zuma“ zeigt es besonders deutlich. Aber „Harvest“ ist nun mal sein Meisterwerk und „Heart of gold“ die Hymne darauf.

 

5. Chad Vangaalen – Willow Tree

Um den Kreis zu schließen: Ein aktueller Künstler, der den Spirit von Neil Young neugestaltet aufleben lässt. Ebenfalls aus Kanada lässt er sein Album „Soft Airplane“ mit einem Song beginnen, der sofort klar macht, dass alles gut wird. Wird’s dann auch. Auf dem Album jedenfalls.