My Soundtrack: Clara Louise

„Erde“ heißt das neue Album der Wahl-Salzburgerin Clara Louise, das dieser Tage erschienen ist. Auf ihm bewegt sich die Sängerin zwischen Pop, Folk, Rock und Singer-Songwriter-Mucke. Für uns hat die Künstlerin fünf Songs zusammengestellt, die ihren ganz persönlichen Soundtrack ausmachen.

 

 

1) Sugarcult – Memory

Diesen Song habe ich damals durch Zufall entdeckt, als ich eigentlich auf der Suche nach dem Titel aus dem Musical „Cats“ war. Ich war damals 13 Jahre alt und habe durch Sugarcult meine Liebe zum Punk-Rock entdeckt. „Memory“ lief bei mir jahrelang rauf und runter und ich habe die ganze Schule damit angesteckt. Alle die mich kennen, kennen auch diesen Song. Er bedeutet mir sehr viel und ist nach wie vor einer meiner Lieblingslieder. Er ist einfach auf dem Punkt und erinnert mich an meine Schulzeit.

 

2) Frank Sinatra- New York, New York

„New York, New York“ ist ein Lied aus meiner Kindheit. Meine Mutter und ihre Geschwister haben damals für den Geburtstag meiner Oma einen Tanz darauf einstudiert und ich war bei den Proben immer dabei. Ich war damals vielleicht 4 Jahre alt und Frank Sinatra ist nach wie vor einer meiner Lieblingskünstler. Ich mag seine Art zu singen – leicht, unaufdringlich und trotzdem präsent. Immer wenn das Intro beginnt, bekomme ich eine Gänsehaut und ein Leuchten in den Augen, weil er so viele schöne Erinnerungen in mir hervorruft. Außerdem möchte ich wegen dieses Liedes auch unbedingt eines Tages mal nach New York!

 

3) Amanda Marshall – Let It Rain

Meine Schwester und ich haben schon früher gerne zusammen gesungen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir „Let It Rain“ von Amanda Marshall in ihrem Kinderzimmer „mitgeschrien“ haben. Nach unseren Proben sind wir zu unseren Eltern, um ihnen den Song vorzusingen. Das war ein Moment, an den ich mich noch sehr gut zurückerinnern kann, weil ich da zum ersten Mal entdeckt habe, dass ich wirklich singen möchte! Der Song gefällt mir nach wie vor unglaublich gut und die rauchige Stimme von Amanda Marshall ist für mich immer noch sehr beeindruckend!

 

4) Joshua Radin- No Envy No Fear

Als ich vor einigen Jahren für drei Monate in Kalifornien war, habe ich einiges aus dieser Zeit mitgenommen, unter anderem auch die Musik von Joshua Radin. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich ihn nicht höre. Seine Stimme beruhigt mich und seine Texte sind immer leicht melancholisch angehaucht – das gefällt mir unglaublich gut, weil ich gerne in Gedanken versinke. Vor Kurzem war ich auf einem Konzert von ihm in Köln und er kam auf die Bühne und spielte „No Envy No Fear“. Das war so überwältigend für mich, dass ich diesen Moment sicherlich nie wieder vergessen werden. Eine wichtigere Botschaft als „No Envy No Fear“ gibt es für das Leben eigentlich nicht.

 

5) Elvis Presley – Hound Dog

Elvis Presley ist für mich ein echter Held. Er hat sein Leben lang Grenzen überschritten, um seinen Traum leben zu können. Zu Beginn seiner Karriere hat niemand daran geglaubt, dass mal etwas aus dem „seltsamen“ Jungen werden könnte und jetzt ist er die größte Musiklegende, die wir haben und Millionen von Menschen verehren ihn. Er erinnert mich immer wieder daran, dass man auf sich selbst vertrauen muss und nicht zu sehr auf die Meinung anderer hören sollte. Ich mag alle seine Lieder, aber besonders „Hound Dog“ hat es mir angetan, weil der Song so abgeht und völlig frei ist.