Kino: Stromberg – Der Film

Stromberg (foto: brainpool/willi weber)

 

Der Papa ruft zum großen Finale: Ein letztes Mal schlüpft Christoph Maria Herbst in seine Paraderolle. In „Stromberg – der Film“ gibt es aber nicht nur ein Wiedersehen mit His Berndness, sondern auch mit vielen alten Bekannten aus der beliebten ProSieben-Serie.

Am Ende war ein bisschen die Luft raus. War Staffel vier mit ihrem Abstecher nach Finsdorf ja noch einigermaßen unterhaltsam, so grenzte Staffel fünf beinahe schon an eine Zumutung. Nicht nur, dass den Machern so langsam die Ideen auszugehen schienen und Ernie immer abgedrehter wurde, nein, auch das aufdringliche Product Placement nervte kolossal.

Stellte sich also die bange Frage: Einen Stromberg-Film, braucht es das noch? Hätte man es nicht einfach gut sein lassen sollen?

Nein.

Zum Inhalt: Eigentlich hat Kollege Stromberg keinen Bock auf die große Capitol-Firmenfeier. „Firmenfeiern sind wie das letzte Abendmahl. Immer zu wenig Weiber, das Essen ist schlecht und am Ende gibt’s Ärger“. Erst als er erfährt, dass die Capitol-Dienststelle, in der der Papa seine Arbeit verrichtet, wohl dicht gemacht werden soll und alle wichtigen Entscheidungsträger auf eben jener ollen Jubiläums-Firmen-Fete rumturnen, entschließt sich Stromberg, sich mit seinen Mitarbeitern aus der Schadensregulierung doch auf den Weg in ein Landhotel zu machen.

Klar, es sind die bekannten Gesichter mit am Start: Berthold „Ernie“ Heisterkamp (Bjarne Mädel), Jennifer Schirrmann (Milena Dreißig) und natürlich Ulf und Tanja Steinke (Oliver K. Wnuk, Diana Staehly) sind dabei – samt Pflegesohn Marvin.

Während Ernie auf der Firmen-Party den Vorzeigeangestellten spielt, gibt sich Stromberg als fürsorglicher Vater der Abteilung, der von seinen Mitarbeitern geschätzt  wird. Dass genau das nicht der Fall ist, wird schnell klar. Und doch kann der Papa punkten, indem er allen auf der Party die Show stiehlt. Ob es Lurchi schafft, sich in die Zentrale versetzen zu lassen?

Ohne zu spoilern: Der Papa macht das gut. Es klingt wie das Wunder von Bernd: Der Film, finanziert durch Crowdfunding, ist glücklicherweise wahnsinng witzig, und lässt die öde fünfte Staffel auch beinahe vergessen. Man möchte den Machern fast verzeihen. Ja, Wiedergutmachung kann man das fast nennen, was uns Regisseur Arne Feldhusen und Autor Ralf Husmann da anbieten. Stromberg changiert wieder zwischen Mensch und fiesem Büro-Ekel wie zu besten Zeiten. Die Tatsache, dass der Film nun wirklich den Abschluss der Reihe darstellen soll, macht da dann doch traurig. Wobei der überraschende Schluss ja Raum für eine Fortsetzung ließe …

Text: Benjamin Fiege

 

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