Kino: Sex Tape

Sex Tape (foto: wikipedia/www.glynlowe.com)
Sex Tape (foto: wikipedia/www.glynlowe.com)

Sex Tape (foto: wikipedia/www.glynlowe.com)

Es gibt so Filme, die besitzen ein nahezu unheimliches Timing. „Sex Tape“ ist so einer. Praktisch zeitgleich zum sogenannten Fappening-Skandal läuft nun ein Streifen in den Kinos, bei dem Jennifer Lawrence aktuell wohl das Lachen im Halse stecken bleibt, alle anderen sich durchaus aber mal auf die Schenkel klopfen dürfen.

Cameron Diaz und Jason Segel spielen in „Sex Tape“ ein Paar, das mal wieder so richtig Schwung in ihr Liebesleben bringen will, dem durch die Ehe-Routine und die Kinder doch schwer zugesetzt wurde. Die Idee: ein privater Porno, den Jay (Segel) direkt „danach“ aber bitte wieder löschen soll. Doof: Der Göttergatte vergisst das natürlich, lädt das Ding in die Cloud hoch und synchronisiert damit versehentlich die iPads, die er und Annie (Diaz) Freunden, Verwandten und Bekannten schenken. Und dummerweise auch noch Annies neuem Boss (Rob Lowe) sowie dem Postboten.

Als die beiden den Schlamassel bemerken, machen sie sich natürlich auf, die iPads zurückzuholen. Dadurch geraten sie in so manche schräge Situation – und werden zu allem Übel auch noch erpresst.

„Sex Tape“ kommt durch den sogenannten Fappening-Skandal genau zur richtigen Zeit. Die Frage „Wie schütze ich meine privaten Daten am besten?“ und „Wie sicher ist die Cloud“ ist derzeit in aller Munde, seit sich Hacker Zugang zu den privaten Speichermedien von Stars wie Jennifer Lawrence oder Kaley Cuoco verschafft haben. Der Film dürfte also einen Nerv treffen.

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Ansonsten ist die Story etwas platt (wer verschenkt schon – Weihnachten hin oder her – als Otto Normalverdiener x iPads an entfernte Bekannte?), an den Haaren herbeigezogen und wirkt dann und wann eher wie ein überlanger Werbespot für Apple-Produkte. Davon abgesehen, zünden zumindest einige wenige Gags. Grandios in einer Nebenrolle: Jack Black als Youporn-Betreiber. Die Szene, in der er auftaucht, gehört zweifellos zu den Highlights des Films.

Ach ja: Sollte es eine solche Firma wie die von Annies zukünftigem Boss geben, die unverschämt viel Geld in einen Blog investieren wollen, bitte hier melden.